Das Beratungsunternehmen Ernst & Young befragt zwei Mal jährlich 900 österreichische Unternehmen. Das Ergebnis der aktuellen Umfrage: „Oberösterreich ist bei den geplanten Investitionen weit vorne“, sagt Erich Lehner von Ernst & Young.
35 Prozent der Betriebe wollen ihre Investitionen 2011 steigern, 60 Prozent konstant halten. Danach kommt Wien, wo nur 27 Prozent mehr und 66 Prozent gleich viel investieren wollen.
Optimistisch sind die Oberösterreicher auch bei der allgemeinen Konjunktureinschätzung. 60 Prozent glauben an eine Verbesserung, nur acht Prozent an eine Verschlechterung der Wirtschaft. „Im Februar 2009 hat nur ein Prozent an einen Wirtschaftsaufschwung geglaubt. In Summe nähern wir uns nun wieder der positiven Einstellung von vor der Krise“, sagt Lehner.
Das gelte vor allem auch für die Beschäftigung: 32 Prozent der oberösterreichischen Betriebe wollen wieder Mitarbeiter einstellen. Vor einem halben Jahr hatten dies laut der Befragung nur 14 Prozent vor.
Insgesamt sehen die Oberösterreicher ihre eigene Geschäftsentwicklung aber verhalten. „Oberösterreichs Firmen liegen da im Mittelfeld. Ich sehe das positiv. Sie schätzen sich realistisch ein und reagieren schnell“, sagt Lehner. Die Firmen werden künftig öfter größere Schwankungen im Geschäft in Kauf nehmen müssen.
Als wichtige Zukunftsmärkte schätzen die Firmen Brasilien, Russland, Indien und China ein. Oberösterreich würde hier eine gute Basis haben. (ee)
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