EBENSEE. Der Konflikt innerhalb der Salinen AG zwischen Betriebsrat und Management geht weiter. In einer Betriebsversammlung am Freitag haben 64 Prozent der 170 anwesenden Mitarbeiter für die Resolution des Betriebsrats gestimmt, sagt Arbeiterbetriebsrat Karl-Heinz Klausner. Wie die OÖNachrichten diese Woche berichteten, kritisiert der Salinen-Betriebsrat die schlechten Arbeitsbedingungen und willkürliche Kündigungen im Unternehmen. Gefordert werden daher in der Resolution unter anderem ein menschlicherer Führungsstil, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes, dass Schikanen und willkürliche Maßnahmen nicht mehr vorkommen, dass das Ergebnis der Betriebsratswahl akzeptiert und mit dem Betriebsrat auf Augenhöhe verhandelt werde. Ein Punkt sei auch die Rücknahme der Kündigung des Betriebsrats, „aber der Vorstand sagt, das möchte er vor Gericht regeln“, so Klausner.
Salinen-Vorstandschef Stefan Maix interpretierte das Ergebnis der Abstimmung so, dass „der Wille in der Belegschaft besteht, dass es unmittelbar Verhandlungen gibt“. Allerdings bestünde keine einheitliche Front, die hinter den Forderungen stehe. So soll sich auch der Zentralbetriebsrat von den Protestaktionen in Ebensee distanziert haben. Maix lud den Betriebsrat kommende Woche zu Gesprächen ein. Zur Rücknahme von fünf Kündigungen könne es aber nicht kommen.
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