Regionalmanagement, Euregios, Agenda 21, Lea-der-Regionen: Das sind Kinder des EU-Beitritts. Daneben gibt es aber quer übers Land gestreut auch historisch gewachsene Strukturen, von den Sozialhilfe- und Abfallverbänden der Bezirke bis zu Sozialberatungsstellen mit verschiedenen Aufgaben. Manche Organisationen agieren innerhalb der Bezirksgrenzen, die 24 Leader-Regionen jedoch übergreifend.
Teil der großen Reform
Landeshauptmann Josef Pühringer hat im Zuge der Verwaltungsreform ein Projekt in Auftrag gegeben, das diese wuchernden Strukturen analysieren und effizienter strukturieren soll. „Die finanzielle Enge bietet jetzt eine echte Chance, dem eine neue Struktur zu geben und einen Turboschub für die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit“, sagt Landesrat Josef Stockinger. Als Gemeindereferent erhofft er sich Einsparungen für die Kommunen.
Doch das ist nicht so einfach, denn je mehr Organisationen sich in den vergangenen Jahren tummeln, desto heftiger haben sich Eifersüchteleien und das Ringen um Fördertöpfe entwickelt.
Zentrale Organisation ist die Regionalmanagement Oberösterreich GmbH, deren 46 Mitarbeiter in sechs Regionalbüros EU-geförderte Projekte begleiten. „Ich bin froh über die Diskussion, aber es ist nicht getan mit plakativen Äußerungen, die dann nicht halten“, sagt Geschäftsführer Wilhelm Patri.
Kein EU-Geld verschenken
Die GmbH stellt Dienstleister und Büros, damit regionale Projekte entwickelt werden, üblicherweise, um damit EU-Fördergeld zu kassieren. Alle Vorhaben müssen aber von Gemeinden, Ländern oder dem Bund kofinanziert werden.
Es ist alles sehr kompliziert, weil es Agrarprojekte ebenso gibt wie Klimaschutz, Tourismus, Jugend und Soziales, bis hin zur Nahversorgung. Für jede Thematik ist ein anderes Regierungsressort zuständig. Verschiedene EU-Fördertöpfe müssen angesprochen werden. Gelinge das nicht, verliert Nettozahler Österreich Geld, sagt Patri.
Landesrat Stockinger glaubt, dass es in jedem Bezirk nur noch eine Anlaufstelle geben solle, die sich um alles kümmert. Tonangebend sollten die Gemeinden sein, nicht das Land.
In diesem schlecht recherchierten Artikel geht es nicht um Förderstellen, sondern um Entwicklungsorganisationen und -instrumente. Eine Lichtung des Förderschungels wäre zu begrüßen - das würde aber eine Reform der Landes- und Bundesverwaltung erfordern und hat mit den angeführten Entwicklungsorganisationen absolut nichts zu tun.
Bei den angeführten Strukturen handelt es sich außerdem nicht um Parallelstrukturen, sondern um Organisationen mit unterschiedlichen Aufgaben: Die Lokale Agenda 21 ist auf Gemeindeebene angesiedelt und hat - wie im Artikel behauptet wird - überhaupt nichts mit der EU zu tun, Leader-Managements agieren auf kleinregionaler und das Regionalmanagement auf regionaler Ebene. Die Erfolge von Leader in ganz Europa sind zu einem guten Teil auf die Einrichtung von Leader-Managements auf kleinregionaler Ebene zurückzuführen. Wer hier von Parallelstrukturen spricht, hat von der ganzen Sache eher wenig verstanden.
jetzt bleibt nur noch die frage offen,wieviel
milliarden euros würden uns mehr bleiben, wen wir den "geld transit"mit der EU erst gar nicht betreiben müssten???
........desto heftiger haben sich Eifersüchteleien und das Ringen um Fördertöpfe entwickelt.
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Da liegt der Hund begraben. Ein Wildwuchs an Organisationen, viele davon nur zum "Selbstzweck", wurde massiv gefördert, niemals kontrolliert und jetzt wird das Geld knapp bzw. so manche dieser NGOs stellt sich als völlig überflüssig heraus.
Jetzt will Stockinger die Verantwortung auf die Gemeinden abschieben, die ohnehin mit der Bürokratie heillos überfordert sind und sich für seine Versäumnisse rein waschen.
Ein weiterer Beweis, wie unfähig dieser Stockinger eigentlich ist. Was der als künftiger Versicherungsdirektor bewirken soll, bleibt im Unklaren, aber besonders gescheit kann dieser politisch motivierte
Wechsel nicht sein. Ein Imageschaden für die Versicherung entsteht allemal.
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