„Oberösterreich war Vorreiter bei Passivhäusern und ist jetzt in Österreich Schlusslicht. Man hat es in der Wohnbauförderung nicht begriffen, während Unternehmen längst Betriebsstätten mit diesem Energiestandard errichten.“ Das sagt Architekt Hermann Proyer, der Obmann der IG-Passivhaus.
Der neue Wohnbau-Landesrat, Manfred Haimbuchner, will, wie berichtet, wegen der höheren Errichtungskosten die Energiekennzahl, bis zu der gefördert wird (derzeit 45 Kilowattstunden Energieverbrauch pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche), nicht mehr senken. Ein Niedrigstenergiehaus verbraucht weniger als 30, ein Passivhaus weniger als zehn kWh.
Kostenfalle Heizöl
Die Repräsentanten grüner Energietechnik verurteilen diese Politik, weil sie die Abhängigkeit von Energieimporten verstärkt und weil Geldstrafen wegen verfehlter Klimaschutzziele folgen werden. „Wir werden noch ein weiteres Problem bekommen, ein soziales“, sagt Ökofen-Eigentümer Herbert Ortner. Die Menschen würden sich steigende Kosten fossiler Energie nicht leisten können.
Holzpellets seien seit 2003 konstant preiswerter als Heizöl; der Preisvorteil sei in den vergangenen zwölf Monaten von 25 auf 43 Prozent gestiegen. Österreichs jährlicher Holznachwuchs werde erst zu zwei Dritteln genutzt.
Ortner hat vor genau 20 Jahren auf 30 Quadratmetern Fläche begonnen, Hackschnitzelheizungen zu bauen. Mit Einführung der Holzpellets in Österreich 1997 ist das Familienunternehmen mit vollautomatischen Anlagen am Markt und seither größter Hersteller und Pionier in dieser für Einfamilienhäuser besonders nutzerfreundlichen Technologie.
260 Mitarbeiter erzeugen und vertreiben rund 5000 Kessel im Jahr, von der neuen Smart-Anlage mit nur vier Kilowatt Leistung bis zur kompakten Heizzentrale im Container.
Aufwind in Spanien, USA
Der Umsatz sank 2009 krisenbedingt um rund vier auf 40 Millionen Euro und wird zu 80 Prozent im Export erzielt, in Westeuropa und neuerdings auch in den USA. Ein Risikofaktor ist derzeit Deutschland, das aus Spargründen die Förderung streichen will. „Wir hoffen, das in Spanien und Frankreich aufzuholen“, sagt Ortner. (le)
sind gewisse Fakten, die das Gerät erfüllen sollte, Modulationsgrad, Abgasverluste etc. nur auf dem Prospekt enthalten, werden aber in der Realität nicht erreicht, das ist der Grund des Wegfalls der Förderung, d.h. nicht daß das Gerät schlecht ist, sondern zu weit weg vom angegebenen Idealzustand, oder wie man auch anders sagt, da wurde zu viel geschummelt um den Absatz anzukurbeln.
Vor allem Wärmepumpen halten nicht das, was sie versprechen:
Soweit ich weiss wird dies bereits in einigen Medien wie eine heiße Kartoffel herumgereicht. Anstatt einer COP von über 4 erreichten 10 Wärmepumpen bei einem Dauertest von AEE Kärnten nur eine Effizienz von 2,2.
Leider bekommen dies die Häuslbauer nicht mit, weil sie zurzeit noch nicht nachrechnen. (geht ganz einfach: Stromverbrauch am WP Zähler X COP = Jahresenrgieproduktion dividiert durch die Quadratmenter beheizte Fläche = tatsächlicher Energieverbrauch pro Quadratmeter) Sollte sich dieser wesentlich (mehr als 30% - aber in den meisten Fällen sind es mehr als 80%) von der Energiekennzahl des Hauses unterscheiden, ist eine Meldung beim VKI (Verein für Konsumenteninformation oder bei der Arbeiterkammer sehr sinnvoll)
Da es sich zur Zeit schickt mit dem Passivhaus zu prallen, braucht man sich auch keine Gedanken mehr darüber machen wie es wirklich ist.
Doch Passivhaus bedeutet nur das der Energieverbrauch während des Betriebes gering ist. Es sagt nichts über die Lebensdauer eines Gebäudes aus, noch darüber wieviel Energie zur Errichtung verbraucht wurde. Geschweige den ob umweltbelastende Bausubstanzen verwendet werden.
Wenn man über autarke Energieversorgung spricht muss man aber die Energie zur Herstellung und für den Betrieb sowie die Lebensdauer (wann muss wieder neu hergestellt werden?) zusammenrechnen. In Bezug auf den Umweltschutz ist das genauso.
Der Begriff Passivhaus bedeutet also im Gesamten betrachtet (und das ist das Einzige was wirklich zählt) weder, das weniger Energie verbraucht wird, noch das es gegenüber der Umwelt irgendwie vorteilhaft ist.
Doch leider wird immer gleich nachgebetet was gute Werbestrategen uns vorsprechen.
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