Der Anlagenmonteur wechselt die Seiten. Von Thalheim nach Wels-Maxlhaid jenseits des Ufers der Traun. „Wenn wir neue Mitarbeiter eingestellt haben, wussten wir nicht mehr, wo wir sie hinsetzen sollen“, sagt FMT-Geschäftsführer Alfred Riedl.
132 Mitarbeiter beschäftigt FMT in Wels, Platz ist künftig für 200. Es gibt sechs weitere Standorte in Europa und den USA. Der Großteil der 720 FMT-Mitarbeiter ist wegen des Anteils internationaler Aufträge von 80 Prozent ständig im Ausland unterwegs. Derzeit würden wieder „handverlesen Spitzenleute“ gesucht, sagt Riedl. 22 Lehrlinge bildet FMT aus.
Als „verhalten“ und „vernünftig“ bezeichnet der Firmenchef das Ende Februar abgelaufene Geschäftsjahr. Der Umsatz wurde um fünf Prozent auf 114 Millionen Euro gesteigert, die Betriebsleistung ging leicht zurück. Das Ergebnis sei positiv gewesen, sagt Riedl: „Der Druck auf die Preise ist groß, man muss sich noch mehr anstrengen.“ Ziel für heuer ist, den Umsatz zu halten. Anlagenmonteure hängen Anlagenbauern in der Konjunkturentwicklung nach, was eine Herausforderung darstellt. Anfang März hat FMT die Mehrheit an einem slowenischen Personalverleiher übernommen. Das sei „Ressourcensicherung“.
FMT montiert zu gut 70 Prozent Energieanlagen, der Rest verteilt sich auf Papier- und Spezialanlagen. Die spannendsten Aufträge: die weltgrößte Dampfturbinenanlage in Finnland (mit 50 Millionen Euro größtes Projekt der heuer 30-jährigen Firmengeschichte) und die größte Zeitungsdruckmaschine in Großbritannien.
FMT ist zuletzt stark gewachsen. Die Eigenkapitalquote beträgt mehr als 20 Prozent. „Bis vor dem Neubau in Wels hatten wir gar keine Bankverbindlichkeiten“, sagt Riedl. Als Märkte mit großem Potenzial sieht er Afrika, Russland und den Mittleren Osten, als Wachstums-Branche die Nuklearenergie. FMT-Eigentümer sind die Privatstiftung von Firmengründer Heinz Angerlehner und die Riedl Beteiligungs GmbH.
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