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Keine Ölmühle, aber mehr Ackerflächen für Soja-Bohnen

LINZ. Die Errichtung einer großen Ölmühle zur Verarbeitung von Sojabohnen (Sojapresse) um zehn Millionen Euro ist nicht wirtschaftlich. Zu diesem Ergebnis kommt das Linzer Beratungsunternehmen Finadvice, das im Auftrag von Agrarlandesrat Josef Stockinger eine Machbarkeitsstudie erstellt hat.

„Die marktbestimmenden Anlagen in Europa haben noch höhere Kapazitäten und stehen an logistisch optimalen Standorten wie in Häfen“, sagte am Freitag Fritz Lehner, geschäftsführender Gesellschafter von Finadvice.

Dennoch bietet die Sojabohne viel Absatzpotenzial für Oberösterreichs Bauern. Zum einen in der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel, zum anderen im Bereich der gentechnikfreien Fütterung von Zuchtschweinen, Ferkeln oder Legehennen.

Schritt für Schritt könnte die Anbaufläche in Österreich von 25.000 auf 50.000 Hektar verdoppelt werden. Im wichtigsten Bundesland Oberösterreich soll sie von 10.000 auf 15.000 steigen. „Wir streben eine Vertragsproduktion für die Bauern mit Produzenten und Weiterverarbeitern und höhere Wertschöpfung an“, sagt Stockinger. Die Wirtschaftlichkeit der Sojabohne ist laut Finadvice gegenüber anderen Kulturen gut, besonders wegen des geringeren Arbeitseinsatzes. Oberösterreich könne mit Qualität punkten, sagt Stockinger.

Ein Wachstumsmarkt

Sojamilch, Tofu und Sojamehl verzeichnen im Handel zweistellige Prozentzuwächse. In 20 Jahren hat sich die Sojaproduktion weltweit verdoppelt. Die Ackerfrucht ist gesund und für die wachsende Zahl der Menschen mit Lactose-Unverträglichkeit bestens geeignet. Die heimische Nahrungsmittelindustrie steht bereits für 20 Prozent des europäischen Marktes für Speisesoja.

Der Sojabedarf in Österreich liegt bei 600.000 Tonnen, davon 560.000 für Futtermittel (Sojaschrot) und 40.000 für Nahrungsmittel. Die heimische Produktion beträgt nur 74.000 Tonnen. Mit dem Ausbau der Produktion in Österreich soll die Abhängigkeit von Importen („Eiweiß-Lücke“) etwas reduziert werden. (az)

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Genussferdl Stockinger · von Pilatus (9282) · 13.03.2010 19:21 Uhr

Es ist sicher kein Schaden, wenn sich dieser Genussferdl zu einer Versicherung vertschüsselt, denn ausser die Qualität von diversen Mösten kann er nichts so richtig beurteilen.
Raps-Anbau wird den "Subventionsgeilen" empfohlen, aber bitte das hatten wir schon mal. Vor einigen Jahren wurde der Raps ordentlich subventioniert und die gelben Felder waren eine Wohltat für das Auge.

Nur konnten die Ölmühlen diesen Raps nicht verarbeiten, weil er bei uns nicht ausreift und so wurde daraus ein überaus üppig subventioniertes Schweinefutter, also hinausgeschmissenes Geld.

In Enns hat doch gerade so eine Ölmühle "Bruch" gemacht und Scharinger hat die Konkursmasse aufgekauft ......... was geschieht damit, wer ist dafür verantwortlich ?

Muss hier auch wieder der Steuerzahler einspringen ?

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Ölmühle · von hein_tirol (228) · 13.03.2010 07:48 Uhr

Das erinnert mich an die nordischen Krabbenfänger, die die Krabben zum pulen nach Nordafrika senden und in Europa teuer verkaufen.

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Artikel 13. März 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Keine Ölmühle, aber mehr Ackerflächen für Soja-Bohnen

Mit Soja-Anbau sollen die Bauern neue Märkte erschließen.  Bild: Weihbold

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