STEYR. Die Forschungsgesellschaft Profactor mit Hauptsitz in Steyr hat unter der schwachen Industriekonjunktur gelitten, spürt aber seit einigen Wochen wieder Aufwind. Profactor ist das größte außeruniversitäre Forschungsunternehmen für Produktionstechnologie in Österreich.
Im Jahr 2009 sank der Umsatz der teils von Unternehmen, teils von öffentlichen Forschungsgeldern finanzierten Gesellschaft um 15 Prozent auf zehn Millionen Euro, berichteten die Geschäftsführer Andrea Möslinger und Friedrich Mader.
„Jetzt investieren die Unternehmen wieder“, sagte Möslinger, weshalb sie zumindest mit einem stabilen Umsatz rechnet. Auch die Zahl der Mitarbeiter werde bei 100 bleiben.
Positiv stimmt die Forscher, dass das Interesse von ausländischen Firmen wie Audi, Loewe (Fernseher) oder Nokia wachse.
Mit Audi habe man ein Projekt für einen Assistenzroboter für fünf Millionen Euro auf drei Jahre an Land gezogen, davon entfallen 900.000 Euro auf Profactor. Mit Loewe forsche man an einem flexiblen Verpackungsroboter. Die große Hoffnung ist, dass aus diesen Projekten Folgeaufträge für den Bau von Prototypen werden und über die Jahre dann auch Lizenzeinnahmen in das Budget rinnen. „Wir haben hier eine neue Kundenschicht gewonnen“, freut sich Mader über die ausländischen Kunden. (uru)
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