OÖN: Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Raiffeisen International (RI) sollen fusionieren. Als dies bekannt wurde, stürzte die Aktie ab. Was ist da schiefgelaufen, Herr Scharinger?
Scharinger: Gar nichts ist schiefgelaufen, außer dass auf eine Indiskretion über diese Absicht nicht zeitgerecht reagiert werden konnte. Dann wurden einige Aktionäre nervös und verkauften. Aber es dreht ja schon wieder.
OÖN: Trotzdem ist vielen noch nicht ganz klar, warum hier fusioniert werde soll.
Scharinger: Wir wollen die Kräfte für den zu erwartenden Aufschwung in Mittel- und Osteuropa bündeln, die Struktur im Hinblick auf die Eigenkapitalvorschriften nach Basel III kernkapitalschonend gestalten. Es wäre langfristig zu teuer, zwei Vollbanken zu haben. Also müssen Parallelstrukturen beseitigt werden.
OÖN: Wie wird fusioniert?
Scharinger: Eine Vari-ante ist, dass die RZB ihr Geschäft in die börsenotierte RI einbringt. Daraus wird wieder ein Spitzeninstitut herausgeschält, an dem die Landesbanken beteiligt sind und das wiederum an der börsenotierten Gesellschaft die Anteile hält. Aber das ist eine Frage der Bewertung.
OÖN: Also keine dringenden wirtschaftlichen Zwänge?
Scharinger: Der Kosteneinsparungsprozess läuft seit 2008 und läuft weiter, und der Gewinn vor Steuern der RZB stieg von 596 auf 824 Millionen Euro.
OÖN: Es heißt, Oberösterreich würde in der neuen Struktur gegenüber Raiffeisen Niederösterreich an Einfluss verlieren.
Scharinger: Das ist eine Schnapsidee, das stimmt nicht.
OÖN: Sie stehen also voll hinter der Fusionsidee?
Scharinger: Natürlich.
OÖN: Es heißt, Sie wollten der RZB für IT und den Zahlungsverkehr nichts mehr bezahlen, weil Sie ohnehin alles selbst machen.
Scharinger: Das stimmt nicht. Aber es ist ja so, dass bei der Harmonisierung der IT in den Bundesländern alle unser System in Anspruch nehmen und wir dafür kassieren. Wir sind das Kompetenzzentrum.
OÖN: Christian Konrad soll dem Vernehmen nach in zwei Jahren in Pension gehen. Wer soll ihm nachfolgen?
Scharinger: Dazu äußere ich mich nicht.
OÖN: Auch nicht dazu, dass Jakob Auer sein Nachfolger werden könnte?
Scharinger: Auch dazu nicht.
OÖN: Basel III wird die Banken noch intensiv beschäftigen, vor allem, wenn sie viele Beteiligungen haben wie Raiffeisen Oberösterreich.
Scharinger: Vieles ist noch unklar, aber beim Heben stiller Reserven hätten wir einen Kernkapitalüberhang und eine Quote von 13,59 Prozent. Wir hätten also kein Problem.
OÖN: Und inklusive Primärebene, also Raikas?
Scharinger: Wäre es noch mehr.
OÖN: Sie fürchten also keine Probleme wegen Ihrer unübersichtlichen Beteiligungsstruktur aus Stiftungen und Beteiligungen an Unterbeteiligungen und unzähligen Tochterfirmen?
Scharinger: Das haben wir alles längst bereinigt. Mit einem Blick ist sichtbar, welchen Anteil wir an welchem Unternehmen halten. 2009 erzielten wir anteilsmäßig einen Gewinn von 292 Millionen Euro, 200 Millionen werden einbehalten.
OÖN: Müssen Sie Ihren Anteil an der Raiffeisen Zentralbank (RZB) abwerten?
Scharinger: Nein, das müssen wir nicht. Denn wir haben ihn nie aufgewertet wie etwa die Volksbanken ihren Anteil an der Volksbanken AG (ÖVAG).
OÖN: Sie gelten als Gegner einer Aufstockung des Raiffeisen-Anteils an der ÖVAG. Wird es nach politischem Druck nicht letztlich so sein, dass Raiffeisen bei den Volksbanken herhalten wird, wie Sie es sonst formulieren?
Scharinger: Nein, das müssen die Volksbanken selbst in Ordnung bringen. 584 Millionen Euro haben alleine die Probleme mit der Kommunalkredit gekostet, Investkredit und ÖVAG schreiben rote Zahlen. Es gibt Handlungsbedarf, auch einigen Volksbanken soll es nicht sehr gut gehen. Das zu lösen, ist nicht Aufgabe von Raiffeisen.
OÖN: Aber die RZB ist ja schon mit einem kleinen Teil beteiligt.
Scharinger: Mit einem Klacks, aber die sind eh so gescheit. Denen wird sicher was einfallen.
oder wie die machtmenschen alle heißen ...
die nächste generation wird - man kann`s fast nicht glauben - noch viel schlimmer sein.
sind halt schlimme buben, die machtmenschen !
sollen die herren scharinger und pühringer mal etwas für die benachteiligten menschen in diesem land tun (kinder unter der fuchtel der jugendwohlfahrt, leasingarbeiter auf den baustellen der raiffeisen, usw.)
aber das bringt halt keinen machtgewinn ... das rechnet sich doch (gar) nicht.
armselige, macht-und geldgeile, mittelalterliche geldeintreiber.
nicht mehr, aber auch nicht weniger.
übrigens: die liste der namen wäre nach belieben
. landesweit
. österreichweit
. europaweit und
. weltweit erweiterbar.
geil, oder ?
aber nur für die herren an den schalthebeln.
für uns volltrotteln (bürger/steuerzahler) bleibt nur:
augen zu und durch.
aber lange wird das nicht mehr gut gehen.
garantiert.
...ist doch sein bester kunde die landesregierung, sprich die o.ö. steuerzahler. musiktheater, dienstleistungszentrum, LKH vöcklabruck etc. und die 140 millionen die unser hupf sepperl glatt vergessen hat sind auch bei ihm gut aufgehoben.
....werter Herr Generaldirektor, dass sie uns gewöhnliche Bürger an ihren Intentionen teilhaben lassen. Wie könnten wir sonst wissen, dass die RLB OÖ bestens aufgestellt ist, keinerlei Risiken zu fürchten und überhaupt dort viel bessere Banker ihr Brot verdienen als bei den Volksbanken.
Aber sie gehen in geraumer Zeit in Pension und da darf angenommen werden, dass ihre hauseigenen Gegner schon an den Startlöchern sitzen, um alles umzugraben, was ein Scharinger jemals so für die Bank geleistet hat.
Man will nachträglich einen König stürzen, sich weiden an Blasen, die sich angeblich auftun und die Grabgesänge anstimmen.
Es ist anzunehmen, dass zur gleichen Zeit Pühringer ihrem Beispiel folgt, er hat ja dann keinen mehr, der ihm sagt, was in Oberösterreich zu geschehen hat, wo gebaut werden soll und wo man vielleicht ein wohlfeiles Grundstückl anbieten könnte.
Gesundheit und an guatn Humor auch weiterhin.
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