Laut Konzernbetriebsrat Hans-Karl Schaller wird das Fünf-Schicht-Modell (siehe Kasten) im Lauf des Jahres auf die Feuerverzinkungen und das Kraftwerk ausgedehnt. Auf einen genauen Zeitplan will sich Schaller nicht festlegen, weil die Vorbereitungen sehr aufwändig seien.
Nach der Erweiterung werden 1000 statt der bisherigen 500 Betroffenen nach einem neuen Zeitmodell arbeiten. Das ist etwa die Hälfte derjenigen, die in der wichtigsten Gesellschaft der voestalpine lange Jahre im klassischen Vier-Schicht-Betrieb tätig waren. Konzernchef Wolfgang Eder sprach jüngst von bis zu 4500 im Konzern, die von einer Umstellung betroffen sein könnten.
Die mit der Verkürzung der Arbeitszeit verbundene Lohneinbuße wird durch Subventionen abgefedert. Dabei verlangt das Arbeitsmarktservice das Schaffen von Ersatzarbeitsplätzen. Seit kurzem gelten auch Lehrlinge als Ersatz. Dann gleicht das AMS zwei Jahre lang den halben Lohnverlust aus. „Job-Abbau und Arbeitslosigkeit kämen die öffentliche Hand teurer“, verteidigt Schaller die Lohnzuschüsse.
Schaller sieht weitere Vorteile in dem Modell: Die Gesundheitsbelastung aufgrund der Nachtarbeit sei geringer, die Arbeitszufriedenheit höher. „In den Bereichen, wo wir das haben, finden sich auch wieder Junge, die schichteln wollen“, sagt Schaller.
Auch die von der Firmenleitung angestrebte Flexibilisierung würde unterstützt, hier arbeitet das Unternehmen zusätzlich noch an Arbeitszeitkonten für Arbeiter. (sib)
Hat es seinerzeit nicht geheißen, dass die Voest die zig Milliarden mit denen sie der Steuerzahler vor dem Konkurs rettete, zurückgeben werde, wenn es ihr wieder besser geht.
Nach tollen Gewinnen der letzten Jahre, welche auf Kosten vieler Lieferanten beim Bau und den Abnehmer von Stahl (zB. Stahlbauer, Autoindustrie, Weißwaren) also der Konsumenten, wird nun nach der Kurzarbeit, wieder der Steuerzahler, aber vor Allem die privaten Unternehmen, wieder zur Kassa gebeten, um weiter keine Einschnitte bei der VOEST vorzunehmen.
Danke
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