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Küchenbauer Braal pleite - 100 Mitarbeiter verlieren Job

PETTENBACH. Großinsolvenz in Oberösterreich: Der Küchenbauer Braal ist pleite und damit verlieren wohl mehr als 100 Mitarbeiter ihre Jobs.

Über den Küchenproduzenten Braal GmbH mit Sitz in Pettenbach (Bezirk Kirchdorf) ist am Montag der Konkurs eröffnet worden. Wie der Kreditschutzverband (KSV) am Nachmittag in einer Presseaussendung bekanntgab, betrugen die Passiva laut letzter Bilanz Ende 2008 knapp acht Millionen Euro. Laut KSV dürften von der Pleite mindestens 100 Arbeitsplätze betroffen sein.

Bereits 1999 eine Pleite

1999 war die damalige Firma Fred F. Braunesberger GmbH mit der Marke Braal Küchen in die Pleite geschlittert. Nun musste die Auffanggesellschaft Braal GmbH, die in Österreich über rund 8 Prozent Marktanteil verfügt, nach 2 verlustreichen Jahren und vergeblichen Sanierungsbemühungen den Gang zum Konkursrichter antreten.

Zukunft ungewiss

Die Zukunft von Braal ist ungewiss. Wie der KSV weiter mitteilte, soll der Betrieb bis zum Beginn des Weihnachtsurlaubes offen bleiben und Ware ausgeliefert werden. Wie es dann weitergeht, werde vom Ergebnis der Prüfung der wirtschaftlichen Lage durch den Masseverwalter abhängen. Laut KSV sind 141 Mitarbeiter und 150 Lieferanten vom Konkurs betroffen. Die Aktiva wurden mit rund 7 Mio. Euro im Fall einer Fortführung und 5,2 Mio. bei einer Zerschlagung angegeben, die Passiva mit 8,6 Mio. Euro.

Weihnachtsgelder waren der Todesstoß

Das Unternehmen hatte sein bisher umsatzstärkstes Jahr 2006 und seither mit stagnierenden Verkaufszahlen zu kämpfen. Die Liquidität habe sich, so der KSV, zunehmend angespannt gezeigt und sei mit den fälligen Weihnachtsgeldern endgültig zusammengebrochen, da keine weiteren Kredite mehr eingeräumt worden seien. Etwa 750.000 Euro wären benötigt worden.

1
Braal Gmbh · von AlfredBraunesberger (1) · 14.12.2009 22:19 Uhr

Anmerkung:
Bereits 1999 wurde die Auffanggesellschaft Fred Braunesberger Gmbh gegründet.

Diese wurde im August 2008 mit einem Eigenkapital von knapp € 2 Mio von dem damaligen Eigentümer Fred Oliver Braunesberger an die Herren Thomas Puxkandl und Dr. Klaus Schiller verkauft.
In diesem Zuge wurde die Firma in Braal Gmbh umbenannt.
Herr Thomas Puxkandl fungierte seit dieser Zeit als alleiniger Geschäftsführer.

(0)
2
Steuerzahler · von unbekannt (1) · 15.12.2009 15:31 Uhr

Und woher kommen diese 2 Millionen Euro Eigenkapital????

(0)
Artikel 14. Dezember 2009 - 16:15 Uhr
apa/nachrichten.at
Bild vergrößern Küchen Braal

Bild: OÖN/ Archiv

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