Immer wieder gerät das Gold ins Visier der Spekulanten. Die treiben dann den Preis nach oben oder unten. In den vergangenen Tagen ging es kräftig nach oben.
Ein Bericht der britischen Tageszeitung „The Independent“, wonach der US-Dollar als Fakturierungswährung für das Öl abgelöst und durch einen Währungskorb ersetzt werden soll, in dem auch das Gold enthalten ist, hat die US-Währung unter Druck gesetzt und gleichzeitig den Goldpreis in die Höhe getrieben.
So wird auch diese Dollarschwäche jetzt als Hauptgrund für den Anstieg des Goldpreises gesehen. Denn in Euro liegt der Goldpreis noch um rund zehn Prozent unter dem Niveau vom Februar dieses Jahres.
Von Spekulation getrieben
Roland Öhler von der Sparkasse Oberösterreich sieht den jüngsten Anstieg des Goldpreises eher von Spekulationen getrieben. „Der Preis könnte ganz schnell wieder unter 1000 Dollar sinken.“ Fundamental sieht er keine Gründe für den rasanten Preisanstieg.
Der sei hauptsächlich durch den schwachen Dollar ausgelöst worden. Angst vor Inflation und die beginnende Hochzeitssaison in Indien, wo gerne Gold geschenkt wird, reichten als Gründe für diesen Preisanstieg nicht aus.
„Es ist ja nicht so, dass Gold plötzlich rar geworden wäre“, sagt Öhler. Die Notenbanken verkauften nach wie vor aus ihren Goldreserven. Bei der Sparkasse registriert man derzeit jedenfalls keine zusätzliche Nachfrage nach Gold – im Gegenteil: „Momentan wird bei uns eher verkauft als gekauft. Viele nützen den Preisanstieg, um aus dem Gold wieder auszusteigen.“
Im Spätherbst 2008 und zu Jahresbeginn sei die Nachfrage groß gewesen. Im Laufe des Jahres habe sie aber wieder nachgelassen, sagt Öhler. Der typische Goldanleger lasse sich von solchen Preisschwankungen ohnehin nicht allzu sehr beeindrucken. Für ihn sei das Gold Teil eines ausgewogenen Portfolios.
Wer bei der Geldanlage nicht auf Gold verzichten will, sollte die Nachteile des Edelmetalls nicht außer Acht lassen. Der wichtigste: Gold wirft weder Zinsen noch Dividenden ab. Dazu kommt, dass der Goldpreis recht hohen Schwankungen unterworfen ist. Wer in Gold investieren will, muss einen langen Atem haben, um nicht im Preistief verkaufen zu müssen.
Wer spekulativ in Gold investieren will, sollte nicht physisch Gold kaufen, also in Form von Barren und Münzen, sondern ist bei Goldminen-Aktien und Zertifikaten besser aufgehoben.
eigentlich sagen will, und das auf einer 3/4 Seite.
Die einzige wesentliche Information ist doch, daß die Wirtschaftsredakteure immer noch in Dollar/Barrel und Dollar/Unze berichten statt in Euro/Liter und Euro/Gramm. Das wirft die Frage auf, ob in den Redaktionen kein Excel verfügbar ist.
Der findige Redakteur könnte dann einen Taschenrechner zu Rate ziehen - aber dann würde sich ein wesentlicher Teil der Berichterstattung in Schall und Rauch auflösen.
Der 2. Grund ist noch beschämender:
Auch "Qualitätsmedien" berichten nicht mehr selber, sondern "richten" vorgefertigte Berichterstattung "ein".
So kommen dann Turbulenzen zustande, die keine sind.
Yes, we gähn.
Als ich meine erste Unze Gold für 350€ gekauft hatte, wurde ich von Journalisten gewarnt. Bei 400€ auch, bei 500€ ebenfalls und bei 600€ natürlich auch. Das jetzt bei 750€ von trügerischem Glanz gesprochen wird zeigt die Verdummungskampanie der Medien.
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