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Russen legen sich bei Asamer quer

OHLSDORF. Die Verhandlungen über Sanierung und Neustrukturierung der Asamer-Gruppe solllen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Von den 16 involvierten Gläubigerbanken legt sich dem Vernehmen nach die russische VTB noch quer.

Asamer

Bild: Spitzbart

Der Zeitplan deckt sich in etwa mit jenem der Koalitionsverhandler. Noch vor Weihnachten soll die Neustrukturierung der ins Trudeln geratenen Asamer-Gruppe abgeschlossen werden. Neben zahlreichen Gerüchten rund um die künftige Vermögenssituation der Familie beschäftigt die Asamers derzeit in erster Linie die Zustimmung der Banken, die wie berichtet auf einige ihrer Forderungen verzichten sollen. Vor allem auf jene, künftig die Kernfirma Asamer nicht mehr zu finanzieren.

Dabei wird offenbar noch gepokert. Dem Vernehmen nach schießt die russische VTB noch quer, sie will zu den angebotenen Bedingungen nicht unterschreiben.

Sollte sie das aber nicht tun, wäre die gesamte Neuaufteilung in Frage gestellt. Wie berichtet, soll die Firma Asamer auf ihre Kernkompetenz in Österreich und wenigen anderen Staaten schrumpfen. Der Rest kommt in eine Gesellschaft, die Partner und/oder Käufer suchen soll. Darum kümmert sich Andreas Asamer.

Für die Unternehmerfamilie Asamer ist der Schnitt dramatisch. Um den Fortbestand des Kerngeschäfts zu sichern, muss sie fast ihr gesamtes Privatvermögen opfern. Letztlich soll es so und mit dem Verkauf der meisten Auslandsfirmen gelingen, den Schuldenstand von rund 900 Millionen Euro abzutragen.

Bäumchen wechsle dich bei Teak Holz

Noch vor Weihnachten könnte es auch eine Lösung für die insolvente Ecker Yacht & Flug geben. Der Masseverwalter Christoph Danner sammelt bis 18. Dezember Anbote für die Firmenanteile der Tochtergesellschaften in Kroatien und Griechenland sowie für die UK Halsey Sailmakers Austria und das Anlage- und Umlaufvermögen am Firmensitz in Ried/Innkreis. Für 19. Dezember hat er einen Gläubigerausschuss angesetzt, bei dem der Zuschlag erteilt werden soll.

Wie berichtet, bastelt der bisherige Geschäftsführer Johannes Kikinger mit Investoren an einer Auffanglösung. Der deutsche Segelzubehör-Spezialist A. W. Niemeyer und der Firmengründer Kurt Ecker – der ebenfalls mit einem Geldgeber – haben Interesse signalisiert. Nach einem zweiten Krisentreffen der Bootsbesitzer am Samstag haben sich die Gemüter beruhigt. Die 50 Eigner müssen Steuerprobleme lösen. Sie warten ab, wer den Zuschlag erhält, und entscheiden dann, ob sie mit dem Neuen Verträge abschließen.

Ecker-Pleite: Insolvente Yachtfirma wird noch vor Weihnachten verkauft

Nach häufigen Vorstandswechseln (sieben in den vergangenen sieben Jahren) musste die in Linz ansässige Teak Holz AG nun in einer außerordentlichen Hauptversammlung (HV) den Aufsichtsrat neu aufstellen. Nach dem Rücktritt von drei Mitgliedern des Kontrollgremiums seit Sommer war dieses nicht mehr beschlussfähig. Übrig geblieben ist nur Benoît Leleux.

Zurückgetreten ist auch der größte Einzelaktionär, der Mitgründer Erwin Hörmann (74), davor war er Vize-Aufsichtsrats-Chef. Am Montag ließ er sich erneut in das Gremium wählen. Einen Kommentar für dieses Vorgehen habe er in der HV nicht abgegeben, heißt es. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden der Wiener Anwalt und Landwirt in der Steiermark, Reinhard Schanda (48). Der zweite Neue, der Italiener Lorenzo Subani (43), ist mit dem Investor Marcello Comoli bekannt. Dieser hat in der Vorwoche Optionen auf 23,8 Prozent der Stimmrechte erworben.

Bisher hält die Hörmann-Privatstiftung knapp 34 Prozent. 19 Prozent gehören dem Firmengründer Klaus Hennerbichler, im Vorstand für die Forstwirtschaft verantwortlich. Teak Holz hat Tropenholz-Plantagen in Costa Rica und will 2016 mit ersten Schlägerungen Geld verdienen.

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Artikel Dietmar Mascher und Sigrid Brandstätter 11. Dezember 2013 - 00:04 Uhr
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