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Primetals nimmt drei Start-ups unter Vertrag

LINZ. Der Anlagenbauer (vormals Siemens VAI) holt sich mit Testify, Open Ida und Thor Knowledge Engineering innovative Kooperationspartner an Bord.

Primetals

v.l.: Karl Purkarthofer (Leitung Metallurgical Services Primetals Technologies), Wirtschaftslandesrat Michael Strugl, Roman Windischhofer (Chief Product Officer Testify) und Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH). Bild: Land OÖ/ Daniel Kauder

Der Linzer Anlagenbauer Primetals Technologies öffnet sich für die österreichische Start-up-Szene und greift wissens- und technologieorientierten Unternehmen unter die Arme. Ziel ist, Jungunternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Ideen für das Service-Geschäft zu unterstützen.  „Damit können komplexe industrienahe Innovationen entstehen“, sagt Markus Manz, Geschäftsführer des Inkubators tech2b, der als Vermittler und Türöffner fungiert.  Derartige Kooperationen seien für einen Industriestandort wie Oberösterreich ein Wettbewerbsvorteil.  Aus 70 bundesweit geknüpften Kontakten zu Start-ups wählte eine Jury drei erste Nutznießer aus. Mit ihnen schloss Primetals nun Kooperationsverträge ab.

Das Linzer Start-up Testify hat eine App entwickelt, die digitale Checklisten für Qualitätskontrollen und Wartungen ermöglicht. „Durch die Kooperation mit Primetals können wir  testen, ob unser Produkt am Markt eine Chance hat“, sagt Roman Windischhofer von Testify. Das Start-up Open Ida aus Linz wiederum entwickelt eine Innovation, mit der Anlagenüberwachungssysteme schneller und mit geringerem Aufwand vor Ort installiert werden können. Die Linzer Firma TKE (Thor Knowledge Engineering) hat zudem ein automatisiertes CAD-Konstruktionstool zur Dimensionierung von Hubsteiltrommeln für Kräne entwickelt, das Primetals bei Wartungsverträgen unterstützen kann.

Für die Projekte gibt es auch Unterstützung seitens des Landes Oberösterreich, das damit seine Initiative zur Förderung von Unternehmensgründungen vorantreibt. Wirtschaftslandesrat Michael Strugl: „Es bringt Vorteile für Start-ups und Leitbetriebe, wenn beide näher zusammen rücken.“ Bei Start-ups ist das die unkonventionelle Art, Innovationen zu entwickeln, bei den Leitbetrieben sind das die Branchenerfahrung, der finanzielle Spielraum und die Kraft, Innovationen auch über die letzte Meile auf den Markt zu bringen.

Karl Purkarthofer, Leiter der Metallurgie-Services bei Primetals, ist jedenfalls von derartigen Kooperationen überzeugt: „Ich kann andere Unternehmen nur aufrufen, ähnliche Partnerschaften mit der Gründerszene einzugehen.“ Zwei weitere Leitbetriebe in Oberösterreich sind gerade dabei, ähnliche Projekte umzusetzen. Der Kremsmünsterer Kunststoffkonzern Greiner und Chemiekonzern Borealis haben auch Pilotprojekte laufen, die aus Ideenwettbewerben entstanden sind.

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Artikel Susanna Sailer 06. März 2017 - 14:00 Uhr
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