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Plasser & Theurer kämpft auf mehreren Ebenen

LINZ. Traditionsunternehmen prozessiert gegen junge Konkurrenz – Ermittlungen gegen 13 Personen aus dem Firmenumfeld.

Plasser & Theurer kämpft auf mehreren Ebenen

Bekannt ist Plasser &Theurer für Gleisstopfmaschinen, Schlagzeilen macht die Traditionsfirma mit einem Streit. Bild: (Werk)

Plasser & Theurer gilt als eines der verschwiegensten Unternehmen im Land. Wenn die Traditionsfirma mit offiziellem Sitz in Wien und der großen Fertigung in Linz eine Pressemitteilung veröffentlicht, dann muss etwas wirklich Außergewöhnliches passiert sein.

Mit der Veröffentlichung im "profil", wonach Führungskräfte und Mitglieder der Eigentümerfamilie im Zentrum von staatsanwaltlichen Ermittlungen stehen, ist dieses besondere Ereignis eingetreten. So ging das Unternehmen gestern an die Öffentlichkeit. Die Gesellschaft legt Wert auf die Feststellung, nicht Plasser & Theurer stehe im Zentrum von Ermittlungen, "sondern gegen einige Personen läuft ein Ermittlungsverfahren".

Laut den OÖN vorliegenden Dokumenten steht ganz oben auf der Beschuldigtenliste der Privatdetektiv Sascha W. Dessen Namen folgt Johannes Max-Theurer, der aktuelle Geschäftsführer aus der Eigentümerfamilie, und sein Großvater Josef Theurer. Weiters Peter Flatscher, der Geschäftsführer der Deutsche Plasser Bahnbaumaschinen GmbH mit Sitz in München, und weitere Personen. Plasser & Theurer dazu: "Wir rechnen nicht, dass – nach Abschluss der staatsanwaltlichen Untersuchungen – Anklage gegen Verantwortliche von Plasser & Theurer erhoben wird."

Laut Staatsanwaltschaft Krems sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Man warte noch auf Berichte. Ein Zeitpunkt, wann mit Entscheidungen zu rechnen sei, wird nicht genannt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind dem Vernehmen nach bereits abgeschlossen.

Die Sachverhalte sind reichlich kompliziert: Im Fokus gegen die Herren Theurer stehen Vorwürfe wegen der Verletzung von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen sowie Betrug. Dazu wiederum die Presseaussendung: "Weiters ist festzuhalten, dass Josef Theurer und Johannes Max-Theurer zu keinem Zeitpunkt über Art und Umfang von W.s Leistungen für die Deutsche Plasser informiert waren." W. selbst hat sich angezeigt, weil er in seiner Tätigkeit als Detektiv für Plasser eine junge Konkurrenzfirma ausspionieren sollte.

Konkurrent sitzt in Oberweis

Diese Konkurrenzfirma – System 7 Railsupport – wurde von zwei ehemaligen Schlüsselkräften von Plasser & Theurer gegründet. Gegen diese führt die Traditionsfirma ihrerseits ein Verfahren wegen der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen. In diesem Zusammenhang kam es auch zu Hausdurchsuchungen bei den Ehemaligen. Hierzu ergänzt Plasser & Theurer: "Auch an mehreren Standorten der System 7 Railsupport wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt."

Vor Messeauftritten decken sich die Kontrahenten mit Anträgen auf einstweilige Verfügungen wegen Patentrechtsverletzungen ein. System 7 mit Firmensitz in Oberweis bei Gmunden teilt mit, diese gingen stets zu ihren Gunsten aus. Von Plasser & Theurer war über die Aussendung hinaus gestern keine Stellungnahme zu bekommen. 

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Artikel (sib) 01. August 2017 - 00:04 Uhr
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