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Pierer ordnet sein Reich und attackiert KTM Fahrrad

MATTIGHOFEN/WELS/KAPFENBERG. Der Industrielle Stefan Pierer hat seine Firmengruppe neu geordnet. Künftig konzentriert sich die KTM Industries AG ausschließlich auf die Zweiradsparte, die Pierer Industrie AG wird dagegen zur Automotive-Gruppe.

Pierer ordnet sein Reich und attackiert KTM Fahrrad

Stefan Pierer: Zweirad in Mattighofen, Vierrad in Kapfenberg Bild: Weihbold

Dafür hat sie KTM 98,2 Prozent an der Pankl Racing Systems AG um 130,5 Millionen Euro abgekauft und stockt den Anteil an der SHW in Baden-Württemberg über 50,2 Prozent auf.

Die Automotive-Sparte kommt derzeit auf einen Umsatz von 700 Millionen Euro und einen Mitarbeiterstand von 3200 Leuten. "Wir planen, diesen schon bald auf eine Milliarde Euro zu erhöhen", sagt Pierer im Gespräch mit den OÖNachrichten. Pankl Racing und SHW produzieren Motor- und Getriebeteile, Pumpen und Bremsscheiben. In der Formel 1 und generell im Autorennsport wird man kein Auto ohne Pankl-Teile finden.

Die Automotive-Firma, die auch für die Flugzeugindustrie liefert, wird ihren Sitz in Kapfenberg haben und vom bisherigen Pankl-Chef Wolfgang Plasser sowie Klaus Rinnerberger geführt, der derzeit in der Pierer AG im Vorstand sitzt. Der vorige Woche öffentlich gewordene Einstieg bei Abatec (OÖN-Exklusivbericht vom 29. Mai) passe sehr gut in die Planung, einen breit aufgestellten Zulieferer zu formen, der in allen Antriebssträngen kompetent sei und auch Elektronik und Digitalisierung im Portfolio habe, sagt Pierer.

KTM wiederum wird den Verkaufserlös zur Stärkung der Eigenkapitaldecke nutzen und die Zweiradsparte ausbauen.

Ein wesentlicher Punkt ist dabei der Ausbau der E-Bikes. Diese firmieren freilich nicht unter dem Namen KTM. Denn die Namensrechte für die Fahrräder hat die von KTM Industries völlig unabhängige Firma KTM Fahrrad von Carol Urkauf-Chen, ebenfalls mit Sitz in Mattighofen. KTM Fahrrad profitiert seit einigen Jahren von der stark gestiegenen Nachfrage nach Elektro-Fahrrädern.

Keine Einigung mit Urkauf-Chen

Pierer wiederum nähert sich diesem Bereich von der E-Motorrad- und E-Mofa-Seite. "Am liebsten wäre mir gewesen, wenn wir auf einen grünen Zweig gekommen wären und eine gemeinsame Lösung erarbeitet hätten. Aber das war mit Frau Urkauf-Chen nicht möglich. Dann sind wir, wie es im Innviertel heißt, vors Zelt gegangen", sagt Pierer. KTM Industries produziert E-Bikes daher unter dem Namen der Tochterfirma Husqvarna. "Der Wettbewerb belebt, wir verkaufen schon 35.000 bis 40.000 Fahrzeuge im deutschsprachigen Raum", sagt Pierer.

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Artikel Dietmar Mascher 06. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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