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Neuer Motor und Toyota-Auftrag bringen Schub für BMW-Werk in Steyr

STEYR/WIEN. BMW-Motorenwerk im Vorjahr und heuer mit Rückgängen bei Umsatzerlösen und Produktionszahlen – 2014 will das Unternehmen wieder Gas geben.

Neuer Motor und Toyota-Auftrag bringen Schub für BMW-Werk in Steyr

Gut 2700 Mitarbeiter arbeiten im BMW-Motorenwerk Steyr, mehr als hundert sollen heuer dazu kommen. Bild: BMW

Nach dem Rekordjahr 2011 musste das BMW-Motorenwerk in Steyr im Vorjahr Rückgänge bei Produktion und Erlösen hinnehmen. Die Zahlen können sich dennoch sehen lassen: Mehr als eine Million Motoren liefen im Vorjahr in Steyr vom Band. Mit einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro und 2700 Mitarbeitern ist das BMW-Werk eines der größten Industrieunternehmen des Landes.

Auch für das laufende Jahr ist Geschäftsführer Gerhard Wölfel zurückhaltend optimistisch. Die Produktionsmenge „sei auf eine Million Motoren ausgerichtet, plus minus 15 Prozent“. Beim Umsatz geht Wölfel von rund drei Milliarden Euro aus.

Ursache für die Rückgänge sind Verschiebungen im Produktionsprogramm. Eines der bisherigen Kerngeschäfte, die Sechszylinder-Benzinmotoren, geht seit Jahren zurück, im Vorjahr um 35 Prozent auf 330.000 Einheiten. Kompensiert werden soll das durch eine neue Motorengeneration, die Dreizylinder. Diese geht aber erst mit Jahresende in die Serienproduktion. Die Motoren sollen im ersten Quartal 2014 in neue BMW-Modelle verbaut werden. In welche, darüber hüllt sich der Konzern noch in Schweigen.

Ebenfalls in Serie geht Ende des Jahres die Produktion von Vierzylinder-Dieselmotoren für Toyota. Der deutsche und der japanische Autohersteller haben eine Technologiepartnerschaft vereinbart.

Um das Werk für den erneut erwarteten Anstieg der Produktion fit zu machen, wird kräftig investiert. Bereits 2012 flossen 350 Millionen Euro von München nach Steyr, um 31 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Heuer soll es ebenfalls ein „deutlich dreistelliger Millionenbetrag sein“. „Seit der Gründung des Werks 1979 hat BMW im Durchschnitt 13 Millionen Euro pro Monat in Steyr investiert“, sagt Wölfel.

Auch die Zahl der Mitarbeiter soll heuer weiter steigen. Mit Jahresende waren 2725 Mitarbeiter am Standort beschäftigt (2011: 2594). Heuer soll wieder um mehr als hundert Leute aufgestockt werden. Zuletzt wurde der hohe Anteil an Leiharbeitskräften von 20 Prozent am Standort kritisiert. Wölfel will daran festhalten: „Wir brauchen das, um flexibel zu sein. Ansonsten verlieren wir im internen Standortvergleich an Wettbewerbsfähigkeit.“

Wölfel hat seinen Vertrag übrigens kürzlich verlängert: Er bleibt bis Mai 2014. (su)

 

BMW Österreich: Mehr BMW, weniger Mini verkauft

Mitarbeiter: Mehr als 4000 Mitarbeiter sind in den BMW-Gesellschaften in Österreich beschäftigt. Gut 2700 davon arbeiten im Werk in Steyr.

Umsätze: Das Motorenwerk hat im Vorjahr 3,4 Milliarden Euro erlöst. Die Vertriebsgesellschaft meldete mit 770 Millionen Euro einen Umsatzhöchststand.

Vertrieb: Während der heimische Automarkt 2012 um sechs Prozent geschrumpft ist, verzeichnete BMW, dank des 3er BMW, um 1,4 Prozent mehr Zulassungen auf 15.851. Rückläufig war hingegen die Marke Mini.

Bei Motorrädern ist BMW in Österreich Marktführer. Die BMW-Gruppe hat einen Marktanteil von 5,4 Prozent in Österreich.

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Artikel 31. Januar 2013 - 00:05 Uhr
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