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Mit Skiern und Eishockey ist Russland der wichtigste Markt für Fischer Sports

RIED iIM INNKREIS. Ein Komplettangebot hat österreichischen Familienkonzern wieder auf Erfolgsspur geführt.

Mit Skiern und Eishockey ist Russland der wichtigste Markt für Fischer Sports

Skier, Bindungen, Schuhe: Alles aus dem Hause Fischer – die deutsche Athletin Lena Dürr beim Fototermin Bild: Fischer

„Wir sind der einzige Erzeuger in rein österreichischem Besitz“, wirbt der Wintersportkonzern Fischer um heimische Kunden. Doch 80 bis 85 Prozent des Umsatzes machen die Innviertler schon im Ausland.Zum wichtigsten Markt wurde überraschend Russland, mit 300.000 Paar Langlaufskiern im vergangenen Jahr. Außerdem geht ein Großteil der in der ukrainischen Fischer-Fabrik Mukatschewo gefertigten eine Million Hockeyschläger ins Reich Putins.

„Generell werden die Ostmärkte interessanter“, sagte Günter Kitzmüller, Finanzchef des Familienkonzerns, beim Branchentalk der Holzindustrie (Artikel rechts): „Sie bedürfen aber einer intensiven Betreuung.“ Mit 75 Mitarbeitern sichern die Oberösterreicher ihren Vertriebserfolg in Russland. Schwerpunkt ist Ski nordisch. Der Alpinbereich wird von Olympia in Sotschi 2014 Impulse erleben.

Vorerst erhofft sich Fischer Sports einen starken nächsten Winter, nachdem der vergangene schwache heuer die Vororder bescheiden hat ausfallen lassen. „Aber das vergangene Jahr war das erfolgreichste aller Zeiten“, sagt Kitzmüller. Nach einem tiefen Fall 2007/08 ging die Umsatzkurve steil nach oben, von 130 Millionen Euro auf 159 im Geschäftsjahr 2010/11 (zum 1. 3.) und auf 185 2011/12.

Erfolgsbringer sei, dass nun auch Bindungen, Schuhe und Stöcke Marke Fischer seien. „Wir machen sogar die Innenschuhe unserer Skischuhe in Mukatschewo selbst und bieten diese Leistung auch Mitbewerbern an“, so Kitzmüller. Die Wege seien viel kürzer als bei Lieferanten aus China.

Ohne Flexibilität stirbt die Industrie

„Holz ist ein Trendprodukt geworden, auch beim Bauen“, sagte Werner Kronlachner, Geschäftsführer von Wiehag Holzbau, beim Branchengespräch der Wirtschaftskammer mit den OÖNachrichten. Die Exportquote beträgt 40 Prozent und steigt weiter.
Der internationale Wettbewerb verlange immer mehr Flexibilität: „Will Österreich in der industriellen Fertigung bleiben, dann sind flexible Arbeitszeitmodelle die Überlebensfrage“, sagte Georg Emprechtinger, geschäftsführender Gesellschafter von Team7. Für seine Naturholzmöbel, die alle maßgefertigt seien und zu 84 Prozent in den Export gehen, gelte das besonders. 2011 setzten 630 Mitarbeiter 77 Millionen Euro um. „Unser Erfolg ist, die Urkraft des Holzes in begeisternde Lösungen zu bringen“, so Emprechtinger.
Eine wachsende Zahl von Internetkunden erhöhe den Termindruck, sagt Christian Gattinger, dessen Firma Gaspo in Ohlsdorf und Tschechien mit 80 Mitarbeitern Skier, Gartenmöbel aus Vollholz sowie Sauna- und Infrarotkabinen erzeugt. Ziel seien zehn Liefertage ab Auftragseingang.
Gaspo ist mit dem Versandhandel groß geworden und fährt auch mit Diskontern auf der Billigschiene. Als Alternative gibt es ganz neu Design-Gartenmöbel unter der Marke Christian Gatt.
Ein Problem für die Holzindustrie sei der hohe Preis von Nadelholz, sagt Werner Kronlachner. „Wir brauchen einen international konkurrenzfähigen Preis, sonst wird die Branche gebremst.“

 

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Artikel Josef Lehner 23. Oktober 2012 - 00:04 Uhr
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