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Linzer treiben Transportmittel der Zukunft voran

LINZ. Das Linzer IT-Unternehmen Catalysts liefert die Servertechnologien für das bis zu 1200 km/h schnelle Reisesystem Hyperloop.

Linzer treiben Transportmittel der Zukunft voran

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In acht Minuten von Wien nach Bratislava – und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1200 km/h. Was wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film anmutet, könnte bald Realität werden: Auf Luftpolstern schwebende Kapseln sollen bis zu 28 Passagiere in Stahlröhren von A nach B transportieren. Der Strom dafür soll über Solarzellen auf den Röhren kommen. "Hyperloop" heißt die Vision des Reisesystems, hinter dem der US-Unternehmer und Tesla-Gründer Elon Musk steht. Die "Rohrpost für Menschen" soll die fünfte Transportmöglichkeit nach Zug, Schiff, Auto und Flugzeug werden.

Das Konzept gibt es bereits seit vier Jahren. Seit zwei Jahren ist die 2005 gegründete Linzer IT-Firma Catalysts mit dabei. Gründer Christian Federspiel schrieb 2015 ein E-Mail an Hyperloop-Chef Dirk Ahlborn und bot eine Zusammenarbeit an. Zwei Tage später antwortete Ahlborn und willigte ein.

Eine Million Daten pro Sekunde

Seither arbeitet Catalysts an einer Software-Technologie für Hyperloop. Die Linzer liefern Servertechnologien, die bis zu einer Million Daten pro Sekunde verarbeiten und speichern können. "Es fallen enorme Datenmengen an. Da geht es nicht nur um die Fahrt von A nach B, sondern etwa auch um Apps von Drittanbietern, Wetter- und Bewegungsdaten", erklärt Patrick Haebig, Markenmanager von Catalysts. Damit das gelingt, sind Mitarbeiter an den vier Standorten der Firma in Linz, Hagenberg, Wien und im rumänischen Cluj mit der Technologie beschäftigt.

Catalysts ist nicht das einzige Unternehmen, das mit Hyperloop kooperiert. An der Realisierung des Projekts arbeiten weltweit bis zu 40 verschiedene Firmen. Die beiden größten sind "Hyperloop One" und "Hyperloop Transportation Technologies (HTT)". Beide Firmen haben ihren Sitz in Kalifornien, arbeiten aber getrennt voneinander daran, das Reisesystem auf den Markt zu bringen. "Hyperloop One ist eine klassische Firma mit einem Gebäude und fixen Angestellten. Bei HTT geht es um Crowdsourcing. Viele Firmen und Einzelpersonen bringen sich ein", sagt Haebig. Das HTT-Netzwerk umfasse knapp 1000 Techniker und Wissenschafter von Unternehmen aus 38 Ländern. Hunderte weitere Firmen wollen sich an dem Projekt beteiligen. Hyperloop wählt Firmen aus und verteilt Anteile. Wie groß der Catalysts-Anteil sei, dürfe er wegen einer Verschwiegenheitsvereinbarung nicht verraten, sagt Haebig. Nur so viel: "Man arbeitet in Form von Stunden, die man einreicht und die dann in Form von Anteilen vergütet werden."

Aber wann wird die erste Fahrt mit einem Hyperloop stattfinden? Kritiker werfen dem Unternehmen vor, dass es bisher nicht viel mehr gebe als Konzeptpapiere und Absichtserklärungen. "Es kann total schnell gehen", sagt Haebig. Er geht davon aus, dass Bauprojekte "spätestens Anfang 2020" bewilligt werden. Länder wie Dubai oder die Slowakei hätten schon jetzt Grundstücke zur Verfügung gestellt.

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Artikel Martin Roithner 25. Februar 2017 - 05:21 Uhr
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