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Linz bekommt den Direktflug nach Berlin zurück

LINZ. Am Freitag soll der Vertrag mit Air Berlin unterzeichnet werden – Tagesrandverbindungen an sechs Tagen.

Im November 2012 wurde die Verbindung zwischen Linz und Berlin eingestellt, jetzt versucht die deutsche Air Berlin einen Neustart. Bild: Air Berlin

Eigentlich hätte der scheidende Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer einer der Hauptredner beim Luftfahrttag am Donnerstag am Linzer Flughafen werden sollen. Einen Tag vorher musste Prock-Schauer absagen, und trotzdem brachte er die wichtigste Botschaft des gestrigen Tages. Landeshauptmann Josef Pühringer durfte die frohe Kunde überbringen: „Ab April gibt es wieder eine Direktverbindung nach Berlin.“

Am Freitag soll der neue Air-Berlin-Chef Stefan Pichler seinen Sanktus dazu geben. In einem Telefonat mit Pühringer versicherte aber Prock-Schauer, dass „die Grundsatzentscheidung gefallen“ sei, wie der Landeshauptmann berichtete.

An sechs Tagen pro Woche soll es eine Tagesrandverbindung mit der deutschen Hauptstadt geben, die genauen Details seien noch zu klären. „Jetzt müssen wir dieses Angebot auch nützen“, appellierte Pühringer sowohl an die Wirtschaft als auch an die Urlaubsreisenden. Der Linzer Flughafen dürfe nicht zu einem reinen Charterflughafen werden, sagte der Landeschef.

Aufsichtsratschef Manfred Grubauer sprach erneut von Gesprächen mit Turkish Airlines wegen einer Direktverbindung nach Istanbul. Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass die Türken durchaus interessiert seien, eine Verbindung ab nächstem Jahr realistisch sei. Grubauer sprach auch davon, dass man die Verbindung nach Zürich „nicht abgeschrieben“ habe. Seitens der Arbeitsgemeinschaft Donau-Moldau versuche man attraktive touristische Angebote zu schaffen. „Wir wollen durch die Urlauber auch die Geschäftsreisen absichern“, sagte Grubauer.

Scharf geschossen wurde gegen die Austrian Airlines. Pühringer prangerte vor allem die „Art und Weise“ an, wie die untertägigen Wien-Flüge gestrichen wurden – ohne vorherige Gespräche.
In der ersten Reihe lauschte AUA-Finanzchef Heinz Lachinger dem Landeschef. „Ein wunderbarer Einstieg war das für mich“, sagte Lackinger ironisch vor seiner Rede über die Zukunft des Flugverkehrs in Europa, dessen Rentabilität er durch die Konkurrenz der Golf-Airlines und durch Belastungen wie die Ticketsteuer bedroht sieht.

„Allein in Linz ist die Auslastung für uns durch die Ticketsteuer um 20 Prozent gesunken“, sagte Lachinger. Auf nationalen Flügen sei die Profitabilität problematisch, vor allem auf kurzen Strecken wie Linz-Wien. Daher habe man den Pilotversuch gestartet, Verkehr auf die Bahn umzulenken. Die Tagesrandverbindungen in die Bundeshauptstadt bleibe unangetastet. Von einer Verabschiedung aus Linz könne keine Rede sein.

20 Wochen lang an die Ostsee

Im Vorjahr war es ein Flug nach Hamburg, heuer wird von 24. Mai bis 4. Oktober jeden Sonntag ein Flugzeug von Linz nach Rostock abheben. Bei einem Pressegespräch am Linzer Flughafen wurde gestern, Donnerstag, die neue Destination vorgestellt.
Treiber hinter der Idee ist der Reiseveranstalter Eurotours aus Kitzbühel (u. a. Hofer-Reisen). „Wir wollen nicht ein weiteren Flug in den Süden anbieten, sondern eine Alternative“, sagte Franz Gredler von Eurotours. Mit attraktiven Angeboten wolle man Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern locken. Höhepunkt dort seien die Ostsee, die Mecklenburgische Seenplatte, Städte wie Rostock und Schwerin sowie die Inseln Rügen und Usedom. In den 20 Wochen stehen gesamt 1500 Plätze zur Verfügung.

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Artikel Stefan Fröhlich 26. Februar 2015 - 18:31 Uhr
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