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Kurie statt Papst für künftige Manager

Johannes Kepler Universität: Mit einem jungen Team soll die Managementausbildung wieder den Stellenwert bekommen, die sie unter Ernest Kulhavy und Gerhard Reber hatte.

Kurie statt Papst für künftige Manager

Management-Professoren Robert Breitenecker, Elke Schüßler, Wolfgang Güttel, Matthias Fink Bild: OÖN

Der Johannes Kepler Universität fehlt Marketing-Papst Ernest Kulhavy besonders." Diesen Satz konnte man in den vergangenen Jahren öfter hören, nicht nur, als Kulhavy vor zwei Jahren seinen 90. Geburtstag an der JKU feierte. Auch dem langjährigen Professor für Unternehmensführung, Gerhard Reber, weinen einige nach.

Doch ist die Managementausbildung an der JKU tatsächlich schlechter geworden? Rektor Meinhard Lukas verneint dies. "Die Managementforschung an der JKU ist tatsächlich verdammt gut. Und das sagen wir jetzt auch", sagt Lukas, für den die Business School ein Pfeiler des JKU-Angebots sein soll.

Allerdings wollen die jungen Professoren nicht die Nachfolger der Marketing- und Management- "Päpste" werden, sondern gleichsam als Kurie oder Team agieren, wie sie auch im gemeinsamen Gespräch mit den Oberösterreichischen Nachrichten bekräftigen. Und sie untermauern ihr Bestreben mit Zahlen.

Für Drittmittelprojekte und Stipendien wurden seit 2013 fünf Millionen Euro lukriert. Seit 2012 wurden die Mitglieder der JKU-Managementgruppe mehr als 9000 Mal in wissenschaftlichen Beiträgen zitiert. Die Publikationen in internationalen Zeitschriften hätten massiv zugenommen, sagt Matthias Fink. Von der JKU wurden Professoren an internationale Universitäten berufen, wie etwa Isabella Hatak (St. Gallen).

Fink ist nicht nur Vorstand des Instituts für Innovationsmanagement, sondern auch Gastprofessor in Cambridge. Davor war er an der WU in Wien sowie in Lüneburg tätig. Er beschäftigt sich mit technologischer Transformation und den Veränderungen, die sie in Organisationen auslöst.

Vorstand für Human Resource and Change Management ist Wolfgang Güttel, der von Wien über Hamburg und Kassel nach Linz kam und sich wissenschaftlich unter anderem mit Personalentwicklung auseinandersetzt.

Güttel war in den vergangenen Jahren auch der wissenschaftliche Leiter der Limak, der Linzer Post-Graduate-Business-School. Diese Funktion hat er an Robert Breitenecker übergeben, der am Institut für Innovationsmanagement Professor für Global Business Studies ist. Breitenecker kam vor knapp einem Jahr von der Alpe-Adria-Universität in Klagenfurt. Die Zusammenarbeit mit der Limak wird künftig auch räumlich erleichtert. Die Managementschmiede, die zahlreiche Konzerne und Institutionen mit ihrem Nachwuchs beschicken, übersiedelt bald vom Bergschlössl auf das JKU-Gelände.

Von der Freien Universität Berlin kam 2016 Elke Schüßler, die an der London School of Economics studiert hat und in Linz dem Institut für Organisation vorsteht. Schüßler wurde schon mehrfach für ihre Arbeiten ausgezeichnet, unter anderem mit dem Best Paper Award des Academy of Management Journals.

Breites Forschungsspektrum

"Unsere Lehre ist forschungsgetrieben. Und wir versuchen, möglichst viel Praxisbezug zu vermitteln, indem wir mit Unternehmen zusammenarbeiten", sagt Schüßler. Die Forschungsschwerpunkte des Teams reichen von der Blockchain-Technologie über Digitalisierung und Crowdfunding bis zu Innovationsprozessen und Gesundheit.

Eine Ergänzung soll auch das Marketinginstitut sein, wo Gerhard Wührer in Pension gehen wird und das Lukas neu strukturieren will. Die Praxis soll dort noch mehr Stellenwert bekommen. Die besten Bewertungen der Studierenden hat dort übrigens Markus Eiselsberg. Der Raiffeisen-Manager und Bruder von Marktforscher Paul Eiselsberg trägt auch an der FH St. Pölten vor.

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Artikel Dietmar Mascher 05. Januar 2018 - 00:04 Uhr
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