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Kopfhörer: Rieder Start-up will Apple die Stirn bieten

RIED IM INNKREIS. "Ich maße mir nicht an, Apple herauszufordern, aber die Stirn wollen wir ihnen auf alle Fälle bieten", sagt Alexander Hirzi. Der Innviertler hat mit vier Geschäftspartnern 2015 in Ried im Innkreis das Start-up OnPro gegründet.

Kopfhörer: Rieder Start-up will Apple die Stirn bieten

Die Ohrstöpsel werden in einer Box aufgeladen. Mit einer Akkuladung kann man 2,5 Stunden Musik hören. Bild: OÖN

Seither entwickeln Hirzi, die Wiener Werner Celand, Stefan Schmertzing, Raoul Haslauer und der Ungar Balázs Jónás Kopfhörer – und zwar kabellose Stöpsel für die Ohren (Eardots). Diese lassen sich über Bluetooth etwa mit dem Handy verbinden, um Musik zu hören oder zu telefonieren.

Per Knopfdruck werden die vier Gramm leichten Eardots ein- und ausgeschaltet. Eine Akkuladung reicht für 2,5 Stunden. Voll aufgeladen sind die Eardots in einer Ladebox in 50 Minuten. Der Akku der Ladebox selbst, die ebenfalls geladen werden muss, reicht für vier Ladungen.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten (Apple AirPods, Google Pixel Buds) seien die Eardots Kopfhörer "ohne Schnickschnack". Hirzi: "Für uns zählen Sound und Tragekomfort." Das merkt man im Test: Der Klang ist klar, aber basslastig. Dafür sitzen die Kopfhörer gut im Ohr.

Das Design für die Eardots erfolgt in Ried, hergestellt werden sie in einem Werk im chinesischen Shenzen. Dort arbeiten 50 Beschäftigte. In Korneuburg ist die Logistik. Seit dem Markteintritt im Oktober 2016 hat OnPro mehr als 400 Kopfhörer verkauft. Die Eardots sind in Schwarz oder Weiß erhältlich und kosten 139 Euro – um 40 Euro weniger als bei Apple oder Google. Derzeit tüfteln die Gründer an einer zweiten, verbesserten Generation der Kopfhörer. Sie soll im März auf den Markt kommen.

OnPro 

 

  • Idee: Weil sie auf dem Markt „keine gescheiten“ kabellosen In-Ear-Kopfhörer fanden, ergriffen fünf Geschäftsleute selbst die Initiative und entwickelten Produkte.
  • Finanzierung: Die Gründer haben bisher eine sechsstellige Summe aus der eigenen Tasche, viel Zeit und Aufwand in die Entwicklung gesteckt.
  • Konzept: Kabellose Kopfhörer, die sich über Bluetooth mit elektronischen Geräten verbinden – zum Musikhören oder Telefonieren. Kunden können sie online kaufen.
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Artikel Martin Roithner 04. Januar 2018 - 00:04 Uhr
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