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Kika-/Leiner-Mutter feuert nach Bilanzskandal den Vorstandschef

JOHANNESBURG. Steinhoff-Aktien nach Bekanntgabe in Deutschland im freien Fall.

Kika-/Leiner-Mutter feuert nach Bilanzskandal den Vorstandschef

Kika und Leiner gehören zur südafrikanischen Steinhoff-Gruppe. Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Die Kika/Leiner-Mutter Steinhoff zieht im schwelenden Bilanzskandal die Notbremse: Der Möbelhaus-Konzern trennt sich wegen Unregelmäßigkeiten in den Büchern von seinem Chef – und verschiebt die Vorlage seiner Jahreszahlen auf unbestimmte Zeit. Auch der Chef der Afrika-Tochter Star nimmt seinen Hut. Die Börsenaufsicht in Südafrika prüft mögliche Fälle von Insiderhandel mit Steinhoff-Papieren.

Für die auch im deutschen MDAX notierten Steinhoff-Aktien ging es in der Folge steil abwärts. Am Mittwoch verloren die Papiere mehr als 60 Prozent ihres Wertes. Bereits am Vorabend hatte sich Steinhoff mit sofortiger Wirkung vom bisherigen Konzernchef Markus Jooste getrennt. Aufsichtsratschef Christo Wiese soll den Konzern nun übergangsweise führen. Als Grund nannte die Gesellschaft neue Informationen über finanzielle Unregelmäßigkeiten. Möglicherweise müssten auch die Zahlen von früheren Jahren geändert werden.

Die Prüfgesellschaft PwC soll nun eine unabhängige Untersuchung durchführen.

Der Konzern hat seinen Rechtssitz in Amsterdam und sein operatives Hauptquartier in Südafrika. In den USA hatte der Konzern im vergangenen Jahr den Matratzenhändler Matress Firm zugekauft. Im September brachte Steinhoff seine Afrika-Tochter Star an die Börse. In dieser sind neben Möbel- und Textilketten auch Elektronikhändler, Baustoffmärkte und Finanzdienstleistungen gebündelt. Star-Chef Ben La Grange gab am Mittwoch ebenfalls seinen Rücktritt bekannt, Nachfolger wird Leon Lourens. Dabei beteuerte der Konzern, von den Vorgängen bei Steinhoff nicht betroffen zu sein. Im Sommer waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg (Niedersachsen) wegen des Verdachts der Bilanzfälschung bekannt geworden. Bereits daraufhin brach der Aktienkurs ein. Steinhoff hatte die Vorwürfe unredlicher Geschäftspraktiken zurückgewiesen.

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Artikel OÖN 07. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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