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Generationswechsel beim OÖ-Raiffeisenverband

LINZ. Nach 15 Jahren an der Spitze wird Verbandsdirektor Rudolf Binder an Norman Eichinger übergeben.

Generationswechsel beim OÖ-Raiffeisenverband

V.l.: Norman Eichinger, Rudolf Binder und Franz Reisecker Bild:

Der heute stattfindende 71. Landesgenossenschaftstag im Linzer Palais Kaufmännischer Verein ist der letzte, den Rudolf Binder in seiner Funktion als Verbandsdirektor eröffnen wird. Binder, der heuer seinen 65. Geburtstag feierte, wird am 1. August das Zepter an seinen 36-jährigen Stellvertreter, Norman Eichinger, übergeben und in Pension gehen.

Genossenschaftsanwalt Franz Reisecker stellte gestern den designierten "Neuen" an der Spitze vor. Der dreifache Familienvater aus Hagenberg ist seit 2004 in der Revisionsabteilung tätig, die er neben seiner Funktion als Geschäftsführer-Stellvertreter seit 2014 auch leitet. Die geschäftliche Entwicklung 2016 präsentierten Binder und Eichinger gemeinsam. Die drei großen Sektoren hätten sich angesichts der Herausforderungen wacker geschlagen. Die 85 Raiffeisenbanken verzeichneten bei den Einlagen ein Plus von 7,1 Prozent auf 17 Milliarden Euro. "Im Bundesvergleich sind unsere Raiffeisenbanken beim Betriebsergebnis die Nummer eins", sagte Eichinger. Laut Binder seien heuer "mehrere Fusionen von Nachbarbanken möglich".

Die 13 Lagerhausgenossenschaften bekamen die Investitionsschwäche der Bauern zu spüren. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 700 Millionen Euro zurück. Die Eigenkapitalausstattung sei mit 36 Prozent solide. Binder schließt eine künftige engere Zusammenarbeit der Lagerhäuser nicht aus.

Die Molkereigenossenschaften kämpften mit der schwierigen Entwicklung auf den internationalen Milchmärkten. Ihr Umsatz ging um drei Prozent auf 956 Millionen Euro zurück. Die Eigenkapitalquote liege jedoch deutlich über 50 Prozent. 

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Artikel (sail) 21. März 2017 - 00:04 Uhr
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