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Gartner investiert 30 Millionen Euro in Lambach

EDT/LAMBACH. Transporteur kaufte auch eine deutsche Firma und steigert den Umsatz auf rund 550 Millionen Euro.

Gartner investiert 30 Millionen Euro in Lambach

Gerald Schinagl (l.), Richard Gartner Bild: Gartner

Die Gartner KG ist auf Expansionskurs. Das europaweit tätige Familienunternehmen investiert in drei Jahren rund 30 Millionen Euro am Firmensitz in Edt bei Lambach. Heuer wurde die Betriebs-Werkstätte des Transporteurs verdoppelt. Kommendes Jahr entstehen auf einem zehn Hektar großen Areal, das erworben wurde, neue Parkflächen. Dafür wird auch ein Tunnel unter der Bundesstraße B1 gebaut. Bis 2019 werden dann noch die Lager- und Büroflächen vergrößert.

"Es läuft derzeit in allen Bereichen gut", sagt Geschäftsführer Richard Gartner. Man profitiere auch von der Konjunktur. Im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende April) stieg der Umsatz um 3,4 Prozent auf 497 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl erhöhte sich konzernweit um 250 auf 3700 – davon 900 in Österreich. Von den 2500 Lkw-Fahrern stammen 500 aus Österreich und 2000 aus Deutschland, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Griechenland.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Gartner rund 550 Millionen Euro Umsatz und wieder ein positives Ergebnis. Das Plus komme je zur Hälfte von einem Zukauf und organischem Wachstum, sagt Finanzchef Gerald Schinagl. Gartner hat heuer die deutsche Spezialtransportfirma Ziegler im Allgäu mit 25 Millionen Umsatz und 140 Mitarbeitern gekauft.

Die Lambacher haben 2000 Zugmaschinen und 2500 Auflieger im Fuhrpark. In diesen werden jährlich etwa 50 Millionen Euro investiert. Gartners Kunden kommen vor allem aus den Branchen Lebensmittel, Stahl, Papier, Automotiv und Chemie.

Die derzeit größte Herausforderung sind Fahrermangel und Kapazitätsengpässe, auf der Straße und auf der Schiene. 90 Prozent des Umsatzes macht Gartner auf der Straße, zehn Prozent auf der Schiene. Das Wachstum findet je zur Hälfte in beiden Bereichen statt. Die Gartner-Gruppe gehört Richard zu 50,1 Prozent sowie seinen Brüdern Klaus (48,4) und Peter (1,5). 1918 wurde die Firma vom Großvater gegründet, die vierte Generation ist schon im Betrieb.

100 Jahre und ein Strafverfahren

Ob das 100-Jahr-Jubiläum gefeiert wird, hängt auch vom Obersten Gerichtshof (OGH) ab. Dieser wird im ersten Halbjahr über eine Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung von Richard Gartner entscheiden. Der Akt ist seit Dezember bei OGH und Generalprokuratur.

Das Landesgericht Wels hatte Gartner vor einem Jahr im neu aufgerollten Strafprozess wegen der Obst-Huber-Insolvenz vor 15 Jahren und Frachtmanipulationen erstinstanzlich schuldig gesprochen.

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Artikel Alexander Zens 30. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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