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Forstwirte müssen untätig dem Wertverlust zusehen

LINZ. Nach mühevoller Waldarbeit verrottet Schadholz.

Forstwirte müssen untätig dem Wertverlust zusehen

Sturmholz bleibt im Wald, weil Käferholz noch die Infrastruktur verstopft. Bild: Alois Litzlbauer

Mit Fassungslosigkeit reagieren Forstwirte auf den Materialstau in der Wertschöpfungskette Holz und den gestrigen OÖN-Bericht darüber: "Wir haben das vom Borkenkäfer befallene Holz rechtzeitig aus dem Wald gebracht. Jetzt liegen 70 Kubikmeter seit vier Wochen an der Straße, weil sie niemand abholt", sagt ein Leser aus Rohrbach. Das Frischholz sei wieder vom Käfer befallen; es habe ein Drittel seines Werts verloren.

Schuld an der Wertvernichtung sei, dass die Sägewirtschaft kein Holz abnehme, weil der Preis sinke. Es sei unfassbar, dass die Forstbehörde damit die Ausbreitung des Schädlings zulasse und die Politik nicht reagiere. Landesrat Max Hiegelsberger suche das Gespräch mit den Abnehmern, erfuhren die OÖN gestern aus dessen Büro. Es seien aber alle Strukturen überfordert, weil binnen sechs Wochen 300.000 Festmeter Käfer- und Sturmholz angefallen seien. Es fehle nicht nur an der Nachfrage der Sägewerke, deren Lager voll seien, sondern an den Teams, die das Holz messen und qualifizieren; es fehle an Lkw für die Abfuhr.

Gegen Käferbefall rät der Waldbesitzerverband, die Holzstöße mit Netzen, die mit Insektizid behandelt sind, zu schützen. Das erhöhe die Kosten, der Werterhalt sei nicht garantiert, sagt ein Waldbesitzer: "Mit der Zuschaupolitik werden wir den Käfer nie los." 

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Artikel (le) 12. September 2017 - 00:04 Uhr
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