Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 19. Februar 2018, 06:42 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Montag, 19. Februar 2018, 06:42 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft  > Wirtschaftsraum OÖ

Fitness-App Runtastic wird an Axel Springer verkauft

PASCHING / BERLIN. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen“, sagte Florian Gschwandtner gestern im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Fitness-App Runtastic wird an Axel Springer verkauft

Täglich laden etwa 100.000 Menschen die Runtastic-App auf ihr Handy. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Kurz zuvor verkündete der Chef des Paschinger App-Herstellers Runtastic, dass die deutsche Axel Springer AG die Mehrheit am Unternehmen übernommen hat.

50,1 Prozent holte sich der Verlag an dem Startup-Unternehmen. Bisher hielten die vier Gründer jeweils knapp 19 Prozent an Runtastic, 13 Prozent gehörten Business Angel Johann Hansmann, der Rest Lebe Medien! (3,8 Prozent), Michael Grabner Media (2,8 Prozent) und der SK Capital (3,75 Prozent). Neben den vier Gründern bleibt jetzt nur noch Hansmann an Bord. Über Details zum Verkauf wurde laut Gschwandtner Stillschweigen vereinbart.

Über die Hereinnahme eines Partners habe man schon länger nachgedacht. „Wir haben das Ziel, in unserem Bereich weltweit die Nummer eins zu werden. Daher macht eine Verstärkung Sinn“, sagt Gschwandtner. Vor allem vom Know-how des Berliner Medienkonzerns mit einem Umsatz von 3,31 Milliarden Euro könne man profitieren. Zudem erhalte Runtastic Zugang zu deutschen Startup-Netzwerken. Gschwandtner: „Da sind wir in Österreich schon an die Grenzen gestoßen.“

40 Millionen Downloads

In den erst vier Jahren der Firmengeschichte hat Runtastic einen Raketenstart hingelegt. 46 Millionen Mal wurde die App zur Messung von Sport- und Fitnessdaten heruntergeladen, täglich kommen 100.000 neue Downloads hinzu. 2009 startete man mit einer Handvoll Leuten das Unternehmen – mittlerweile sind fast 90 Mitarbeiter bei Runtastic beschäftigt.

Für sie soll sich laut Gschwandtner durch die Mehrheitsübernahme nichts ändern. Sie dürfen unter der Führung der vier Gründer Florian Gschwandtner, Alfred Luger, René Giretzlehner und Christian Kaar weiter an neuen Produkten tüfteln.

Nachdem der Software auch schon Hardware-Produkte wie Pulsmessgeräte gefolgt sind, legt Runtastic im Herbst weiter nach. Im November kommt eine Waage auf den Markt, danach eine neue Trainings-App und ein neues Feature zur „Motivationssteigerung“, wie Gschwandtner verrät.

Neben dem Geldverdienen sieht Gschwandtner auch einen sozialen Auftrag bei Runtastic: die Menschen zur Bewegung animieren. „Wir sind stolz, dass wir von Oberösterreich aus die Welt ein kleines Stück verändern können“, sagt der 30-Jährige. Ziele, die man mit dem neuen Tempomacher leichter verwirklichen könne.

Blumen werden aber nicht nur von Pasching aus nach Berlin gestreut, sondern auch in die Gegenrichtung. „Runtastic hat sich in wenigen Jahren zu einem profitablen und weltweit führenden Anbieter entwickelt, der für erstklassige Produktqualität steht“, sagt Jens Müffelmann, Leiter des Geschäftsbereichs Elektronische Medien bei Axel Springer.

 

Die App:

 

Fitness-App Runtastic wird an Axel Springer verkauft

Ein Screenshot der App für Radfahrer. (Bild: runtastic)

Mit Runtastic können Sportler ihre Zeiten, das Tempo, den Kalorienverbrauch sowie den Puls erfassen und in das Fitnessportal runtastic.com übertragen. Die erbrachten Leistungen können auch auf Sozialen Netzwerken wie etwa Facebook mit Freunden geteilt werden.

 

Kommentare anzeigen »
Artikel stef 02. Oktober 2013 - 00:04 Uhr
Mehr Wirtschaftsraum OÖ

Die olympischen Geschäfte von Oberösterreich

LINZ/PYEONGCHANG. Winterspiele als Umsatzbringer: Heimische Sportartikelhersteller, Lebensmittelfirmen und ...

Diadoro will "Intersport für Juweliere" werden

SANKT FLORIAN. Schmuckhandel: Händlervereinigung Diadoro aus St.

Fabasoft stockt Anteile an Tochter Mindbreeze auf

LINZ. Der in Frankfurt börsenotierte Linzer Software-Hersteller Fabasoft hat seinen Anteil an der ...

Welser Simple SMS an Norweger verkauft

WELS. Firma ist auf Massenversand von SMS spezialisiert.

Rubble Master kauft in Nordirland zu und vergrößert das Werk in Linz

LINZ. Im Vorjahr steigerte das Unternehmen den Umsatz um 22 Prozent auf 110 Millionen Euro.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!