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Energie AG mit Ergebnis-Minus und Plus bei der Zuversicht

LINZ. Strom-Erzeugung: Verwerfungen auf dem Markt machen es heimischen Anbietern nach wie vor schwer.

Energie AG mit Ergebnis-Minus und Plus bei der Zuversicht

Wasserkraft ist derzeit nur bedingt rentabel. Bild: Energie AG

Vor zwei Wochen kam Leo Windtner durchaus strahlend an einem Montag ins Büro. An den Tagen davor hatte es ausgiebig geregnet. Die Flüsse, die wegen des milden Winters über Monate wenig Wasser geführt hatten, waren gut gefüllt. Beste Voraussetzungen für die Wasserkraftwerke der Energie AG.

Doch seine Mitarbeiter mussten Generaldirektor Windtner enttäuschen. Es war kein Strom produziert worden am Wochenende. Andernfalls hätte die Energie AG dafür nämlich zahlen müssen. An der Strombörse hatte ein Überangebot geherrscht, das zu einem negativen Strompreis führte.

Dilemma der Anbieter

Das zeigt das Dilemma, in dem sich die europäische Stromwirtschaft befindet. Der Betrieb von Wasser-, aber auch Gaskraftwerken rechnet sich nicht. Zum einen ist dies auf das Überangebot an Wind- und Sonnenstrom nach überbordender Förderung zurückzuführen. Zum anderen sind schmutzige Kohlekraftwerke mittlerweile wieder rentabler, weil die USA selbst billiges Gas haben und ihre Kohle zu Niedrigstpreisen nach Europa verschleudern. Auch der Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten funktioniert nicht.

Die europäischen Stromfirmen zahlen drauf, müssen Kraftwerke (teil-)abschreiben oder ganz zusperren.

Die Halbjahresbilanz der Energie AG spiegelt diese Entwicklung ebenfalls. Zwar ist der Umsatz des oberösterreichischen Versorgers um 4,5 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro gestiegen, das Betriebsergebnis (Ebit) dagegen um 26 Prozent auf 78,4 Millionen Euro gesunken.

Dennoch gibt sich Windtner zuversichtlich, was die Entwicklung des Konzerns betrifft. Die Sparprogramme würden greifen, die vollständige Integration der OÖ. Ferngas wäre ein großer Hebel. Beim Gasspeicher Seven Fields habe man eine Wertberichtigung von 8,9 Millionen Euro vorgenommen.

Gut voran gehe der Umbau der Abfallsparte AVE nach dem Verkauf der Osteuropa-Töchter. Die AVE wird im Herbst einen neuen Namen bekommen.

Das Ziel, mehr als 100 Millionen Euro zu erreichen und die Dividende ohne Rücklagenauflösung auszahlen zu können, sei jedenfalls realistisch, sagt Windtner. (dm)

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Artikel 31. Mai 2014 - 00:04 Uhr
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