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Deutsche Intersport bereitet sich auf Eybl-Deal vor

WELS. Die Sporthandelsgenossenschaft Intersport Deutschland wird sich an Intersport Österreich mehrheitlich beteiligen. Das gaben die beiden Unternehmen am Donnerstag bekannt.

Deutsche Intersport bereitet sich auf Eybl-Deal vor

Bild: Weihbold

Ziel dieser Kooperation sei es, „eine fundierte Grundlage zur strategischen Marktentwicklung zu legen“, heißt es in einer Aussendung. Die Höhe der Beteiligung wurde noch nicht mitgeteilt.

Branchen-Insider vermuten in dem Schritt die Vorbereitung der deutschen Intersport auf eine Übernahme der Sport Eybl & Sports Experts Gruppe (SSG). Wie berichtet, gilt Intersport Deutschland zusammen mit russischen Investoren als der heißeste Käufer-Kandidat für die finanziell angeschlagene SSG.

„Das kann ich nicht bestätigen, weil ich es nicht weiß. Die Beteiligung von Intersport Deutschland an uns ist völlig losgelöst von SSG“, sagt Intersport-Österreich-Chefin Gabriele Fenninger im OÖN-Gespräch. Im „strategischen Fahrplan“ sei die Kooperation mit Intersport Deutschland schon länger gestanden, erste konkrete Gespräche dazu seien im Vorjahr geführt worden.

Deal bis Ende August besiegelt

Die beiden Intersport-Genossenschaften haben nun eine Absichtserklärung unterzeichnet, bis 31. August soll die Transaktion für die Mehrheitsbeteiligung abgeschlossen sein. „Damit stärken wir eine langfristig starke Position in Europa“, sagt Intersport-Deutschland-Vorstand Kim Roether. „Es ist eine logische Kooperation. Wir stehen in beiden Ländern für mittelständische Unternehmen, die wir auch die nächsten 20 Jahre erhalten wollen. Von unseren Händlern haben wir für die Beteiligung Rückendeckung“, ergänzt Fenninger.

Durch den globalen und stärker werdenden Wettbewerb wolle man Kräfte bündeln. Operative Synergien würden sich in den Bereichen Sortiment, Marketing, Logistik und IT ergeben. Auswirkungen auf den Standort der Österreich-Zentrale in Wels würde es keine geben.

Tatsache ist, dass die Beteiligung den bisher mäßig erfolgreichen Auslands-Märkten von Intersport Österreich – Tschechien, Slowakei und Ungarn – helfen könnte. „Hier können wir einiges schneller vorantreiben“, sagt Fenninger. Vor allem in Ungarn soll Intersport zuletzt massiv Geld verloren haben. Intersport Deutschland hat im Osten Erfahrung: Die Genossenschaft ist an Intersport Polen beteiligt. (ee)

 

Sporthändler Intersport und Eybl

Intersport Deutschland erzielte im Vorjahr mit 1500 Verkaufsstellen einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Sie ist ebenso wie Intersport Österreich Gründungsmitglied von Intersport International (5700 Geschäfte in 63 Ländern, 10,5 Milliarden Euro Umsatz).

Intersport Österreich umfasst 163 Händler an 360 Standorten in Österreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Umsatz 2011: 717,8 Millionen Euro (hier wird der Umsatz von Sport Eybl eingerechnet).

Die Sport Eybl & Sports Experts Gruppe hat im Vorjahr mit 2182 Mitarbeitern 389,5 Millionen Euro umgesetzt. Im Jahr davor waren es 410 Millionen Euro.

 
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Artikel 29. März 2013 - 00:04 Uhr
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