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Der reichste Mann Oberösterreichs?

NEW YORK. Unter den 2208 Dollar-Milliardären auf der Forbes-Liste befinden sich auch acht Österreicher. Erstmals dabei ist der Chef der Innviertler KTM, Stefan Pierer.

Der reichste Mann Oberösterreichs?

Bild: OÖN

Auch wenn das US-Wirtschaftsmagazin Forbes selbst einräumt, dass die Zahlen nur geschätzt sind: Das Ranking der Milliardäre auf dieser Welt wird stets kontroversiell diskutiert. Amazon-Chef Jeff Bezos hat Bill Gates als reichsten Menschen auf der Welt abgelöst. Hinter ihnen auf der Liste der US-Investor Warren Buffett vor dem Franzosen Bernard Arnault (Louis Vuitton) und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Insgesamt 2208 Menschen auf der Erde sollen ein Vermögen von mehr als einer Milliarde Dollar besitzen. Darunter befinden sich auch acht Österreicher.

"Nur virtuell"

Während der Industrielle Thomas Prinzhorn nicht mehr dabei ist, haben die Forbes-Leute Stefan Pierer gelistet. Sie schätzen ihn auf ein Privatvermögen von 1,2 Milliarden Euro, was nicht zuletzt auf den gestiegenen Kurs der KTM-Aktie zurückzuführen ist. Damit wäre der gebürtige Steirer Pierer der reichste Oberösterreicher, der auch hier lebt.

Reicher als der Welser wäre demnach der gebürtige Oberösterreicher Helmut Sohmen, aber der Reeder lebt seit Jahrzehnten in Hongkong.

Pierer hat davon gestern von den OÖNachrichten erfahren und gab sich ungerührt. "Es ist richtig, dass der Kurs der KTM-Aktie gestiegen ist. Aber ob ich auf dieser Liste bin, ist mir ziemlich wurscht. Das sind alles nur virtuelle Werte", sagte Pierer den OÖN. Schon vor Jahren hatte Pierer die Frage nach seinem Reichtum ähnlich beantwortet und ergänzt, dass er vor allem reich an Gestaltungsmöglichkeiten sei.

Bemerkenswert ist die Geschichte Pierers allemal. Der Absolvent der Montanuni Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft) gründete schon während des Studiums eine Familie und ging beruflich nach Oberösterreich. Der Sanierer Walter Huber holte ihn zum Sanierungsfall Hoval und spezialisierte sich mit dem jungen Mann auf das Sanierungsmanagement. Das blieb nicht ohne Kritik. Den Firmen Condor und Falcon wurde Leichenfledderei vorgeworfen. Danach machte sich Pierer als Sanierer selbstständig.

Den Wandel vom Sanierer zum Industriellen schaffte Pierer mit der Übernahme von KTM. Um 2,2 Millionen Euro übernahm er 1991 den insolventen Motorradhersteller und gelobte, sein unternehmerisches Meisterstück abzuliefern. Tatsächlich führte Pierer KTM zum Erfolg und überstand (mit Landeshilfe) auch die Wirtschaftskrise. 2017 war für KTM das siebente Rekordjahr in Folge.

Pierer ist keiner, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Im Wahlkampf erregte er mit einer Großspende für Sebastian Kurz Aufsehen.

Mateschitz wurde reicher

Reichster Österreicher laut Forbes-Liste bleibt Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, dessen Vermögen deutlich gewachsen ist, vor Novomatic-Gründer Johann Graf, der Kaufhaus-Erbin Heidi Horten und Immobilien-Investor Georg Stumpf, Andritz-Chef Wolfgang Leitner und L’Occitane-Eigentümer Reinold Geiger.

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Artikel OÖN 08. März 2018 - 00:04 Uhr
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