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Bauern wollen faire Preise statt Förderungen

LINZ/WELS. Mühlviertler Uni-Professor zeigt mit Studie: Gute Stimmung in kleineren Betrieben mit Kundenkontakt.

Bauern wollen faire Preise statt Förderungen

Hiegelsberger, Pöchtrager Bild: (Land OÖ)

"Eine Messe muss Signale geben für die Zukunft", sagt Landesrat Max Hiegelsberger zum Start der "Agraria" heute, Mittwoch, in Wels. Wohin die Zukunft führen soll, hat der Politiker den Mühlviertler Siegfried Pöchtrager, Marketingprofessor an der Universität für Bodenkultur, mit 35 heimischen Bauern erarbeiten lassen. Die Studie präsentierte Hiegelsberger gestern im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz.

"Die Stimmung in der Landwirtschaft ist gedämpft. Jene, die in der Vergangenheit den direkten Kontakt zu den Konsumenten gesucht haben, ob mit Direktvermarktung, Bio oder Urlaub am Bauernhof, sind allerdings sehr positiv eingestellt", sagte Pöchtrager. Produkte mit vertiefter Wertschöpfung würden aber eher in kleineren Betrieben als Chance gesehen. Viele Intensivbetriebe im Bereich Ackerbau, Rinder- und Schweinehaltung hätten sich zwar gut aufgestellt, seien aber wegen des internationalen Marktdrucks sehr gefordert.

Das wünschen die Bäuerinnen und Bauern laut Pöchtrager: faire und gesicherte Preise, Unabhängigkeit von Förderungen, bewusste und informierte Konsumenten, verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Produkten auch in der Gastronomie und in Großküchen, Imagepflege und authentisches Marketing. Das sprechende Ferkel im TV sei Sinnbild unsinniger Lebensmittelwerbung.

Authentische Werbung nötig

Hiegelsberger sieht die Landwirtschaft auf einem schwierigen, aber richtigen Weg. Wichtig sei das Bekenntnis zum Familienbetrieb. Die Agrarpolitik werde sich stärker für Innovationen, Kooperationen und Diversifizierung in der Produktion einsetzen und die Konsumenteninformation und Imagepflege verstärken. "Die Landwirte sind eindeutig im Unternehmertum angekommen", sagte der Politiker.

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Artikel 30. November 2016 - 00:04 Uhr
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