Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 23. Februar 2018, 03:09 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Freitag, 23. Februar 2018, 03:09 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft  > Wirtschaftsraum OÖ

BMW aufgeladen mit Mühlviertler Technologie

KOLLERSCHLAG. Intelligentes Strom-Tanken an Sonnentankstelle zu Hause – Autobauer BMW kooperiert mit Kollerschlager Loxone.

BMW aufgeladen mit Mühlviertler Technologie

Via Smartphone kann die Ladung des E-Autos gesteuert werden. Bild: Loxone

Das dünne Netz an Ladestationen gilt neben den noch hohen Anschaffungskosten für Elektroautos als Hauptgrund, warum die E-Fahrzeuge nicht so richtig in Fahrt kommen. Um künftig das E-Auto mit dem eigenen Sonnenstrom bequem und kostenlos zu laden, haben sich der deutsche Autobauer BMW und die Mühlviertler Smart-Home-Spezialisten von Loxone zusammengetan. Sie erwarten sich davon einen Schlüssel für den Durchbruch der E-Mobilität.

In der Kooperation brachte BMW eine intelligente Schnelllade-Station mit integriertem Solarstrom-Management für Elektro-Fahrzeuge ein. Loxone hat die Steuerungs-Logik entwickelt. Mit einer mittelgroßen PV-Anlage kann der Akku in vier Stunden voll geladen werden. Das Produkt nennt sich "E-Mobility Starter Kit". Der Anschaffungspreis liegt bei 559 Euro (Loxone Starter Kit bei vorhandener PV-Anlage) plus 2200 Euro für die Ladestation Wallbox Pro von BMW.

Durch die intelligente Ladesoftware muss sich der Kunde um nichts kümmern, der Ladeprozess steuert sich ideal in Abhängigkeit von Sonneneinstrahlung, Stromverbrauchern im Haus und variablen Stromtarifen. Man kann auswählen, ob das Auto beim Laden "Vorfahrt" hat oder nicht. Das System ist offen für andere Autos und nachrüstbar.

"Die Kooperation mit Loxone schlägt die Brücke vom elektrischen Fahren zum intelligenten Laden im Smart Home", sagt Peter Müller, Projektleiter bei BMW 360? Electric. So könnten sich E-Autofahrer vom öffentlichen Stromnetz unabhängig machen und darüber hinaus Geld sparen. Die Vertriebskooperation umfasst Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande, Großbritannien und Tschechien.

Loxone-Chef Martin Öller sieht darin einen wesentlichen Umweltbeitrag: "Der Kreis vom CO2-neutralen Fahren schließt sich." Er rechnet mit dem Absatz der intelligenten privaten Sonnentankstellen von "ein paar tausend Stück" in den nächsten Jahren.

Der Markt, den der Autobauer und der Hausautomatisierer im Auge haben, sind die aktuell 5300 Elektroauto-Besitzer in Österreich und die 55.000 in Deutschland. Allein in Deutschland sind 1,5 Millionen Haushalte mit einer Photovoltaik-Anlage zur Stromproduktion ausgerüstet. "Die Fahrzeuge dienen auch als flexible Speicher für überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen", sagt Müller.

Das Austrian Institute of Technology (AIT) rechnet bis 2020 mit bis zu 200.000 Elektromobilen auf Österreichs Straßen, die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis zum selben Jahr gesetzt.

Loxone will sein System anderen Autoherstellern anbieten, mit BMW gibt es keine Exklusivitätsklausel.

Kommentare anzeigen »
Artikel Ulrike Rubasch 10. März 2016 - 00:04 Uhr
Mehr Wirtschaftsraum OÖ

"Tonis Freilandeier": Amering überrumpelte die Interessenten

VORCHDORF/KNITTELFELD. Am kommenden Freitag, 2. März, will der Masseverwalter der insolventen Tonis ...

"Es muss sich niemand Sorgen um das Werk in Steyr machen"

WIEN/STEYR. BMW-Motorenwerk mit Absatzrekord, aber mit Diesel-Minus von mehr als zehn Prozent.

DHL baut neue Niederlassung am Linzer Flughafen

HÖRSCHING. Logistiker investiert 25,6 Millionen Euro – Pro Jahr sollen bis zu 22 Millionen Pakete ...

300.000 Euro für Linzer Gitarren-App

LINZ/WIEN. Smartphone-Gitarrenlehrer „Fretello“ überzeugte einen Investor der ...

"Die voestalpine ist kein Tummelplatz für eitle Männer"

LINZ. Wie sehen Vertreter der Kleinaktionäre die Zukunft des Linzer Großkonzerns?
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!