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Asamer: Gespräche über Sanierung vor Abschluss

Ohlsdorfer Konzern wird geteilt – Noch ist offen, auf wie viel Geld die Gläubigerbanken verzichten müssen.

Asamer: Gespräche über Sanierung vor Abschluss

Bauprojekte im Nahen Osten sollen bald nicht mehr Asamer-Kerngeschäft sein. Bild: Asamer

Die Verhandlungen über eine Sanierung des Baustoffkonzerns Asamer in Ohlsdorf befinden sich offenbar kurz vor dem Abschluss. Das wurde den OÖNachrichten am Montag von mehreren Quellen bestätigt. Auch aus dem Unternehmen selbst heißt es, man sei guter Dinge, eine Einigung zu erzielen.

Wie berichtet, haben die Gläubigerbanken der Firmengruppe die Rückzahlungen bis Ende November gestundet. Dieser Zeitraum sollte dazu genutzt werden, das Unternehmen umzustrukturieren und eine Lösung über einen Schuldenerlass durch die Banken zu finden.

Eine Teilung des Unternehmens gilt, wie berichtet, als ausgemacht. Ost- und südosteuropäische Tochtergesellschaften sollen dabei in eine eigene Firma ausgelagert werden. Die Bezeichnung "Bad Bank", die in Bankenkreisen dafür gefunden wurde, wird von Asamer-Seite als unrichtig zurückgewiesen. Diese Osteuropa-Gesellschaft soll lokale Investoren suchen und selbstständig sein. Geplant ist, dass Andreas Asamer, einer der drei Brüder, diese Gesellschaften leiten soll. Dass diese auch Töchter verkauft, um "die Probleme abzuarbeiten", wie es ein Gläubiger formuliert, ist wahrscheinlich.

Tatsache ist dagegen, dass letztlich eine Asamer-Kerngesellschaft neu übrig bleiben soll, die den Schwerpunkt überwiegend auf dem österreichischen Heimmarkt haben soll. Diese Gesellschaft soll von Raiffeisen und regionalen Banken finanziert werden.

Laut Angaben sollen die Libyen-Aktivitäten bei Asamer neu verbleiben. Diese haben, wie berichtet, in den vergangenen Jahren wegen der politischen Turbulenzen ein tiefes Loch in die Asamer-Bilanz gerissen. Gemeinsam mit den Problemen in Ost- und Südosteuropa hat dies die massiven Probleme bei Asamer verursacht. Was den Verbleib des Libyen-Geschäfts betrifft, gibt es aber offenbar noch unterschiedliche Ansichten.

Offen oder zumindest noch nicht offiziell bekannt ist, auf wie viel Geld die Gläubigerbanken im Zuge der Sanierung verzichten müssen. Dies hängt unter anderem davon ab, wie die Banken bei Asamer besichert sind. "Wer nicht besichert ist, wird wohl mehr als die Hälfte seines Geldes abschreiben müssen", heißt es aus gut informierten Kreisen.

Die Banken selbst äußern sich nicht zum Lauf der Verhandlungen. Dass eine Einigung absehbar ist, wird aber auch nicht dementiert.

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Artikel Von Dietmar Mascher 12. November 2013 - 00:04 Uhr
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