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Alu-Preis drückt Gewinn, aber nicht Zuversicht

RANSHOFEN. Amag-Umsatz gestiegen, Dividende bleibt gleich – ab März ist Ranshofen größte Industriebaustelle Österreichs.

Alu-Preis drückt Gewinn, aber nicht Zuversicht

Amag-Chefs Gerald Mayer, Helmut Wieser, Helmut Kaufmann (v.l.) Bild: Amag

Die Situation ist paradox. Die Nachfrage nach Aluminium steigt seit Jahren weltweit und wird auch weiterhin steigen. Die Lagerbestände sinken. Dennoch hat der Aluminiumpreis ein "Alltime-Low" erreicht, wie es Amag-Vorstandschef Helmut Wieser ausdrückt. Was sich da ändert, könne man bestenfalls in einer Glaskugel sehen.

Der Preisrückgang drückt auf die Margen und damit letztlich auch auf den Gewinn. Wieser und seine Vorstandskollegen Gerald Mayer und Helmut Kaufmann versprühen trotzdem weiterhin Optimismus. "Bei uns wird nicht gejammert", sagt Wieser. Denn bei genauerer Betrachtung hat der Innviertler Leitbetrieb beachtliche Ergebnisse einfahren können.

Der Umsatz wurde 2015 um elf Prozent auf 913 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um zehn Prozent auf 126,4 Millionen Euro. Der Aluminiumpreisverfall kostete die Amag währungsbereinigt fast 15 Millionen Euro. Die Segmente Gießen und Walzen in Ranshofen haben dafür kräftig zum Ertragswachstum beigetragen.

Nach Abschreibungen, bei denen zum ersten Mal die Investitionen um 220 Millionen Euro in die Ausbaustufe Amag 2014 abgebildet sind, bleiben 57,6 Millionen Euro Betriebsergebnis übrig (minus zwei Prozent).

Und obwohl einige Sondereffekte den Jahresüberschuss drücken, werden die Aktionäre wieder eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie ausbezahlt bekommen.

Die hohe Nachfrage exklusiver Kunden aus der Flugzeug- und Autoindustrie für leichtere Flug- und Fahrzeuge erfordert es auch, dass die Amag weiter im Innviertel investiert. Wie berichtet, werden weitere 300 Millionen in den Bau eines Kaltwalzwerks auf einer Fläche von 55.000 Quadratmetern gesteckt. Dabei entstehen auch 250 neue Arbeitsplätze. Ab März sei der Standort Ranshofen dann die größte Industriebaustelle Österreichs, sagt Wieser nicht ohne Stolz. Die Produktionskapazität kann auf 300.000 Tonnen Walzprodukte erhöht werden.

Stabile Eigenkapitalquote

Und obwohl die Amag insgesamt eine halbe Milliarde Euro investiert, bleibt sie finanziell stabil. Die Eigenkapitalquote liegt nach wie vor bei knapp 60 Prozent, die Verschuldungsrate deutlich unter 20 Prozent. Eine Kostenentlastung bringt ein neuer Strombezugsvertrag bei der kanadischen Minderheitsbeteiligung Alouette, wo Rohaluminium hergestellt wird. Ab 2017 pendelt der Strompreis mit dem Aluminium mit. Je niedriger der Alupreis, desto niedriger der Strompreis, sagt Mayer. 

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Artikel (dm) 26. Februar 2016 - 00:04 Uhr
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