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63 Prozent sagen: Mieten sind nicht mehr leistbar

LINZ. Oberösterreicher sehen Preisentwicklung kritisch – Haimbuchner kündigt neue Förderung an, Luger verteidigt Bau von Hochhäusern.

Wohnen im Regierungsprogramm: Viele Ideen, wenig Konkretes

Die Regierung will das Mietrecht modernisieren. Bild: Wodicka

63 Prozent der Leute sind der Meinung, dass die Mieten im Land nicht leistbar sind. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, bei der 1409 Oberösterreicher vom Institut Unique Research im Auftrag des gemeinnützigen Wohnbauträgers WS-O befragt wurden. Die Studie wurde gestern, Mittwoch, im Leondinger Rathaus präsentiert.

Studienleiter Peter Hajek sagte, dass das Thema Wohnkosten seit den 2000er-Jahren massiv zugenommen habe. Tatsächlich ist bei den einkommensschwachen Haushalten der Anteil der Wohnkosten an den verfügbaren Einkommen laut Statistik Austria mittlerweile auf durchschnittlich gut ein Drittel gestiegen.

Überraschend sei, dass bei der aktuellen Umfrage vor allem Personen, die ein Eigenheim besitzen, das Mietenniveau als zu hoch beurteilten. Generell sei das Phänomen erkennbar, dass die Befragten ihre eigene Lage besser einschätzen als die Gesamtentwicklung: 94 Prozent der Befragten sagten, sie seien mit ihrer persönlichen Wohnsituation zufrieden.

64 Prozent sind der Meinung, dass der gemeinnützige Wohnbau leistbares Wohnen ermöglicht.

Teure Grundstücke

Bei der Veranstaltung stellten sich auch Landeshauptmann-Stellvertreter und Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FP) und der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SP) der Diskussion.

Haimbuchner sagte, dass derzeit an einer zusätzlichen Förderschiene für Geringverdiener gearbeitet werde. Generell kündigte er an, neue Wege gehen und "Tabus brechen" zu müssen. So wie er das mit der Einführung neuer Bauvorgaben getan habe – dadurch habe man den Preisanstieg gedämpft.

Seit Jahren fördert das Land den Bau von mehr als 2000 Wohnungen pro Jahr. Als großes Problem definierten Haimbuchner und Luger die gestiegenen Grundstückskosten im Zentralraum.

Es brauche weniger ideologische Diskussionen, sondern Flexibilität und Mobilitätskonzepte, sagte Luger. Er verteidigte den oft umstrittenen Bau von Hochhäusern gerade wegen der hohen Grundstückspreise – Verdichtung und Sanierung seien zu forcieren.

Die WS-O mit Geschäftsführer Alfred Kitzwögerer an der Spitze hat 500 Wohnungen in Oberösterreich, 130 sind in Bau, bei 150 weiteren ist heuer Baustart. 



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Artikel (az) 22. März 2018 - 00:04 Uhr
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