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Rolex Green Seal

Bild: Rolex

Die Neuerfindung der Armbanduhr

Die erste vollkommen hermetisch schließende wasserdichte Armbanduhr der Welt war im Jahre 1926 eingeführt worden.

Von Sonderthemen-Redaktion, 21. November 2016 - 12:51 Uhr

„Meine Herren, wir fertigen die beste Armbanduhr der Welt.“ Im Januar 1927 sprach Rolex-Gründer Hans Wilsdorf vor einer Versammlung von Uhrenfachhändlern, um seine letzte Kreation vorzustellen: die Rolex Oyster
(englisch für „Auster“). Die erste vollkommen hermetisch schließende wasserdichte Armbanduhr der Welt, die einige Monate zuvor im Jahre 1926 eingeführt worden war. „Die bedeutendste Erfindung der letzten Jahre bei den Armbanduhren“, wie Wilsdorf erklärte. Seine Aussagen waren glaubwürdig und berechtigt: Er hatte in etwas mehr als 20 Jahren die Pioniermarke der Armbanduhr gegründet und etabliert und aufgrund ihrer spektakulären Fortschritte in puncto Präzision und ihrer neuartigen Gestaltung konnte der Gründer mit Fug und Recht behaupten, in diesem Augenblick „mehr Erfolgsmodelle für den britischen Markt als die ganze Schweizer Produktion zusammen“ geschaffen zu haben.

Oyster

Die Ganggenauigkeit war Hans Wilsdorfs Hauptanliegen. 1910 erhielt eine Rolex-Armbanduhr von einer offiziellen schweizerischen Prüfinstanz für Uhrgangkontrollen als Erste ein Chronometerzertifikat – eine offizielle Auszeichnung für Präzision. Durch diese Erfolge trug Rolex erheblich dazu bei, dass das Vertrauen in diese Art von Uhren zunahm, die bis dahin als weibliche Accessoires empfunden worden waren, deren Präzision eher dem Zufall überlassen war.

Mit der Präsentation der Oyster verwirklichte der Rolex-Gründer eine zweite visionäre Idee: Mit der Oyster, so Hans Wilsdorf, sei es nicht mehr nötig, seine Armbanduhr abzunehmen, um sich die Hände zu waschen, zum Baden, wenn man in einer staubigen Werkstatt arbeitet oder wenn man stark schwitzt. „Sie können Ihre Oyster immer am Handgelenk tragen, egal, was passiert, sie wird Sie niemals im Stich lassen.“ Eine nie widerlegte Aussage, die die Oyster zur bevorzugten Armbanduhr zahlreicher Pioniere unter den Forschern und Entdeckern machte, die sie auf den höchsten Gipfeln der Berge bis in die Tiefen der Weltmeere trugen. Dank ihres wasserdichten Gehäuses mit dem genialen patentierten System aus Lünette, Gehäuseboden und Aufzugskrone, die mit dem Mittelteil hermetisch verschraubt sind, gewährleistet die Oyster den optimalen Schutz des Uhrwerks. So stellt die Oyster ein uhrmacherisches Gesamtkonzept für die umfassende Verbesserung der chronometrischen Leistungen dar, das Gehäuse und Uhrwerk miteinbezieht.

1926_Premiere-Oyster-coussin
Erste Rolex in Kissenform von 1926
Rolex feiert heuer den 90. Geburtstag der Oyster, der ersten wasserdichten Armbanduhr der Welt, einer Innovation, die die Konstruktion von Armbanduhren für immer verändern sollte.  
Bild: Rolex

Mit derselben Entschlossenheit, die er bewiesen hatte, als es darum ging, die technischen Hindernisse und das Gespött seiner Zeitgenossen bezüglich der Ganggenauigkeit der kleinen Uhrwerke und der Herstellung eines wirklich hermetisch schließenden Gehäuses zu überwinden, machte sich Hans Wilsdorf daran, die Herausforderung des automatischen Selbstaufzugs zu bewältigen, um daraus die dritte tragende Säule der Oyster zu machen. Ab 1931 meldete Rolex eine Reihe von Patenten auf einen rotorbetriebenen Selbstaufzugsmechanismus, genannt Perpetual-Rotor, an, der sich in der gesamten Uhrenindustrie als Standard durchsetzen sollte. Die Armbanduhr zieht sich beim Tragen von selbst auf, bei jeder Handbewegung dreht sich der Rotor, der mit der Feder der Armbanduhr im Eingriff steht. Im Laufe seines Bestehens hat Rolex über 400
Patente angemeldet und arbeitet unermüdlich an weiteren Innovationen zur ständigen Verbesserung der Leistungen seiner Armbanduhren.

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