
„Wir haben die Zeit der Krise genutzt, um unsere Produkte auf Vordermann zu bringen“, sagt Manfred Hackl, einer der zwei Geschäftsführer, im Gespräch mit den OÖNachrichten. Herausgekommen ist eine Weltneuheit bei Recyclinganlagen, die Abfallstoffe wie PET-Flaschen mit hoher Qualität recyceln kann.
Erema stellt Anlagen für die Dekontaminierung und Aufbereitung von PET-Flaschen für Lebensmittel-taugliches Granulat her. Dazu kommen Anlagen für Firmen, die den Abfall bei der Kunststoffherstellung wieder verwerten wollen, und für das Recycling von Abfällen wie Agrarfolien und Industrieverpackung.
Neues Versuchszentrum
Die Forschungsquote liegt etwa bei acht Prozent. Fünf Millionen Euro wurden zuletzt in ein neues Kundenversuchszentrum mit 1200 Quadratmetern investiert, das im Frühherbst eröffnet wird. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir uns in einer wachsende Branche befinden“, sagt Hackl.
Mit der Weltwirtschaft habe sich auch das Erema-Geschäft wieder erholt. Der Umsatz in der Erema-Gruppe mit den Tochterfirmen in Roitham und den USA betrug im Geschäftsjahr 2010/2011 (per Ende März) 95 Millionen Euro (Ansfelden: 82,5 Millionen Euro).
Umsatzplus erwartet
Der Auftragsstand ist auf ein Rekordhoch von 127 Millionen Euro geklettert, nach 75 Millionen Euro im Vorjahr. „Das aktuelle Niveau der Konjunktur ist sicher überzeichnet und muss sich erst einpendeln“, so Hackl. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet er 110 Millionen Euro Umsatz in der Gruppe, 100 Millionen davon am Standort Ansfelden.
Ohne Leasingkräfte arbeiten in Ansfelden 235 Mitarbeiter, die Hälfte davon ist seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen. „Das zeugt von Kontinuität, die auch der Kunde schätzt“, sagt Hackl. Um den Nachwuchs kümmert sich Erema selbst und beschäftigt 15 Lehrlinge. In der Gruppe sind in Summe 335 Mitarbeiter beschäftigt.
„Mir ist der Mathe-Test voll leicht vorgekommen“
Investoren verlieren Vertrauen in Euro: „Austritt Griechenlands in aller Munde“
Gmunden will heute in Klosterneuburg ein Entscheidungsspiel erzwingen
Brückner: „Man muss eine dicke Haut haben“