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Die WC-Profis aus Weibern - Schwarze Sitze liegen im Trend

Bild vergrößern WC-Sitz

WC-Sitze der Firma MKW Kunststofftechnik  Bild: Werk

Fast ein jeder Oberösterreicher sitzt auf unseren Klobrillen“, sagt Hannes Danner, Geschäftsführer der Firma MKW Kunststofftechnik mit Sitz in Weibern. Der Marktanteil in Österreich betrage 60 Prozent. Aus einem Zweimann-Betrieb, der mit der Produktion von Schubkarren und Milchflaschenkörben begann, entstand der führende Hersteller von WC-Sitzen. Er feiert heuer sein 50-jähriges Bestandsjubiläum.

Das Familienunternehmen fertigt zwei Millionen WC-Sitze im Jahr und verkauft sie bis nach Süd- und Osteuropa. Der Exportanteil beträgt 60 Prozent. Die Fertigung sei stark automatisiert, sagt Danner: „Trotzdem sind wir flexibel und nahe am Kunden.“

Ein guter WC-Sitz muss leicht abnehmbar und zu reinigen, langsam und leise schließend sowie antibakteriell sein. „Ein hochwertiges Qualitätsprodukt“, sagt Danner. „Geht es der Bauwirtschaft gut, ist das Neukundengeschäft stärker. Sonst überwiegt das Nachrüsten.“

MKW beschäftigt 400 Mitarbeiter, davon 300 in Weibern und Haag am Hausruck sowie zehn Lehrlinge. Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende Juli) um zehn Prozent auf 40 Millionen Euro zurückgegangen. „Heuer sollten wir das wieder aufholen“, sagt Danner. In Österreich sei die Nachfrage stabil. In Osteuropa gab es einen Einbruch, dafür sollte es wieder stärker bergauf gehen.

Eine Hälfte des Umsatzes wird mit den WC-Sitzen gemacht – die andere mit Badausstattung, Drahtfertigung oder Pulverbeschichtungen. Die Wertschöpfung in Oberösterreich beträgt 75 Prozent.

In der Slowakei und Russland gibt es zwei produzierende Tochtergesellschaften. Das seien keine verlängerten Werkbänke, sagt Danner: „Wir sind nur dort, wo der Markt ist.“ In Weibern werde sehr viel für die ausländischen Töchter gemacht – von Produktentwicklung über Werkzeugbau bis Automation. „Wir sind in Österreich durch unser intelligentes Produktionssystem konkurrenzfähig gegenüber Niedriglohnländern“, sagt Danner.

Kunden können die WC-Sitze beim Installateur kaufen. Auch wenn man Küchen oder Fenster kauft, sind oft Teile von MKW drinnen, wie die Pulverbeschichtung oder Drahtprodukte.

Das Unternehmen

• Vor 50 Jahren als Zwei-Mann-Betrieb gegründet.
• MKW Holding mit Tochterfirmen MKW Kunststofftechnik und MKW Oberflächen + Draht
• Umsatz 2008/09: 40 Mio. Euro

Das Produkt

„Derzeit liegt Schwarz im Trend“, sagt MKW-Geschäftsführer Hannes Danner. Die Launen ändern sich aber schnell, und 90 Prozent der WC-Sitze sind immer noch weiß. MKW bietet 60 verschiedene Formen und 1000 Verpackungs-varianten. Die Sitze bestehen zu 60 Prozent aus Zellulose.

Die Menschen

Zwei Brüderpaare leiten MKW. Franz (2.v.l.) und Wolfgang Niederndorfer (3.v.l.) führen die Firma MKW Oberflächen + Draht in dritter Generation. Hannes (l.) und Stefan Danner (r.) sind Geschäftsführer von MKW Kunststofftechnik in zweiter Generation. Die Holding wird von den Brüdern Niederndorfer und Danners Vater, Hans, geleitet. Das Unternehmen ist zu hundert Prozent im Eigentum der Familien Danner und Niederndorfer.

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    ...........wenn unsere Land- und Forstwirte unsere Kulturlandschaft nicht in dem Ausmaß...