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„Griechischer als Griechenland“ - Wette gegen US-Staatsanleihen

NEW YORK. Der Ruf der USA als guter Schuldner leidet weiter. Einer der wichtigsten Investmentfonds, Pimco, hat nicht nur sämtliche US-Anleihen verkauft, sondern wettet auch dagegen.

„Griechischer als Griechenland“ Wette gegen US-Staatsanleihen

Pimco-Chef Mohammed El-Erian: „US-Geldpolitik zu locker“ Bild: Reuters

Die USA seien „griechischer als Griechenland“ hatte Pimco-Gründer Bill Gross schon vor Wochen gesagt und damit den Ausstieg aus US-Staatsanleihen begründet. Nun baute der Total Return Fonds Gross’ seine Positionen aus, mit denen er auf fallende Anleihekurse wettet.

US-Staatsanleihen, mit dem sich der Staat Geld auf dem Markt bei den Anlegern ausleiht, galten lange Zeit als eine der sichersten Wertanlagen weltweit. Allerdings hat der Ruf zuletzt erheblich gelitten. Die Ratingagentur Standard & Poor’s teilte Mitte April mit, sie würde zwar das Spitzen-Rating AAA der USA beibehalten. Der Ausblick für die Bonität wurde aber in den vergangenen Wochen wesentlich pessimistischer. Daran änderte sich auch nichts, als die USA das Budget-Patt zwischen Demokraten und Republikanern in letzter Minute auflösen konnten.

Die hohe Verschuldung bleibt. Und heuer wird sich die größte Volkswirtschaft der Welt neuerlich mit zehn Prozent seiner Wirtschaftsleistung verschulden.

Pimco, einer der weltweit wichtigsten Investmentfonds, hat sich unterdessen auch verbal auf die USA eingeschossen. Pimco-Chef Mohammed El-Erian, kritisierte, die USA würden eine zu lockere Geldpolitik betreiben. Dies berge hohe Inflationsrisiken. Fed-Chef Ben Bernanke werfen die Pimco-Chefs vor, mit dem Aufkauf von US-Papieren ein Schneeballsystem zu betreiben und gleichsam weiter Geld zu drucken.

Zweifel an Erholung

Die Zweifel an einer Erholung der US-Wirtschaft nährt ausgerechnet die Bank of America. Sie zieht im Geschäft mit Immobilienkrediten die Notbremse und will innerhalb von drei Jahren den Bestand an problematischen Hypothekarkrediten von derzeit 850 Milliarden Dollar (590 Milliarden Euro) halbieren. Die Großbank signalisiere mit dem Strategiewechsel, dass sie mit neuen Verwerfungen auf dem Immobilienmarkt in den USA rechne und offenbar nicht an eine Erholung des Marktes und damit an eine Besserung der Zahlungsmoral bei problematischen Schuldnern glaube, schreibt die Financial Times.

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Artikel 11. Mai 2011 - 00:04 Uhr
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