BERLIN. Mit 1. März will die EU wieder die Exporthilfe für Milchprodukte aufnehmen, um die Überschüsse auf dem Binnenmarkt abzubauen und den Preisverfall zu stoppen.
Das kündigte die Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel gestern bei der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin an. Mit November hatte die EU bereits die Einlagerung ermöglicht. „Die Heftigkeit des Preisverfalls bei Milch in den vergangenen Monaten hat viele überrascht“, sagte Fischer Boel.
Ursachen dafür waren der starke Preisanstieg 2007 und der daraus resultierende Konsumrückgang. Letzterer wurde in den vergangenen Wochen durch Konjunkturabschwung und Finanzkrise verschärft.
Es sei die Zeit gekommen, Exporterstattungen wiederzubeleben, sagte die Kommissarin. Die Maßnahmen des Gesundheitschecks (kleine EU-Agrarreform) würden erst ab 2010 Mittel für die Bauern bringen. Die EU werde nun trachten, heuer trotzdem zusätzliches Budget für den Milchsektor zu mobilisieren.
Die IG Milch kritisierte die EU-Agrarpolitik gestern bei einer Pressekonferenz ihrer internationalen Vereinigung in Berlin heftig. So sei es unverantwortlich und kontraproduktiv gewesen, die Milchquoten zu erhöhen. (le)
Ich glaube das Hauptproblem der EU sind Staaten wie Polen, Tschechei und andere, die ganz unverhohlen "Geld aus der EU ja, europäischer Superstaat nein." Die wollen also aus meiner Sicht nur die Gelder aus Brüssel abgreifen und an sonsten nichts mit der EU zu tun haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Staaten beispielsweise das "Schengener Abkommen" unterzeichnen würden. Das gleiche unterstelle ich der Türkei, die ja bekanntlich beitreten möchte.
in Zeiten der Globalisieung hätten einzelne Nationalstaaten (auch Deutschland oder Österreich) keine Chance mehr.
Viele Grüße
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