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Die Millionenprovisionen der AWD-Keiler

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Bild: dpa/oön-grafik

WIEN, LINZ. 86 Millionen Euro Provisionen zahlte der AWD Österreich 2007 an seine Keilertruppe aus.

Finanzberater, vor allem jene von Strukturvertrieben, haben derzeit wenig zu lachen. Da setzt es – vor allem nach den Totalverlusten bei angeblich so sicheren Anlagen, wie Immoeast und Meinl – massenhaft Klagen wegen falscher Beratung. Und so mancher dieser Finanzkeiler hat inzwischen ernste Probleme in seiner eigenen Familie: Hat er doch sogar der eigenen Mutter geraten, das auf dem Sparbuch liegende Geld in den „absolut sicheren Immoeast-Papieren“ anzulegen. Solche und ähnliche Fälle stapeln sich derzeit bei Konsumentenschützern.

Gescheitert und Berater

Manche dieser „Anlageberater“ haben eine klassische „Karriere“ hinter und vor sich: kaum Berufsausbildung, wenig Erfolg in anderen Jobs und jetzt als „Finanzberater“ die Aussicht auf viel Geld bei einem „Finanzoptimierer“, wie sich etwa der vom Keiler Carsten Maschmeyer 1988 im deutschen Hannover gegründete AWD, der seit 1991 in Österreich präsent ist, nennt.

Erhöhte Immo-Provision

Warum ausgerechnet der AWD so tief in den Immofinanzstrudel verwickelt ist, ist erklärbar: Für Immofinanz-Veranlagungen kassierten die Keiler nahezu die doppelte Provision wie von anderen vergleichbaren Produkten. Dies geht aus internen Unterlagen hervor, die den OÖN vorliegen. Damit nur ja niemand verkauft, ist die interne Vorschrift für einen Aufstieg im AWD ganz simpel: Die Stornoquote muss unter zehn Prozent liegen, sonst ist es nichts mit einem Aufstieg im AWD und mit mehr Geld.

So sind schon Anfangsgagen von 2000 Euro und mehr für Keiler, die anderswo gescheitert sind, relativ hoch, das große Geld gibt es aber erst, wenn andere Keiler für einen AWD-Manager arbeiten.

Den OÖN liegt einer der vom AWD wie ein Augapfel gehüteter interner Vergütungs- und Karriereplan des AWD vor. Und dieser zeigt exorbitante Gagen.

Danach musste ein AWD-Keiler als Teamleiter zumindest 14.000 sogenannte Einheiten im letzten Vierteljahr verkauft haben. Weil er damals neun Schilling pro Einheit erhalten hat, wäre das im Vierteljahr ein Einkommen von 126.000 Schilling schon vor zehn Jahren, im Jahr dann 504.000 Schilling oder 36.600 Euro.

Ein Teammanager musste vor zehn Jahren bereits auf 400.000 Einheiten, die er selbst oder seine Mitarbeiter verkauften, im Jahr kommen. Weil ein solcher zehn Schilling pro Einheit bekam, wären das vier Millionen Schilling und damit umgerechnet 290.000 Euro Mindestgage im Jahr – und das 1999.

4,5 Millionen Euro Gage

Um Manager zu werden, benötigte man mindestens 1,2 Millionen Einheiten im Jahr, die jeweils mit elf Schilling abgegolten wurden: macht das exorbitante Jahreseinkommen von 13,2 Millionen Schilling bzw. 959.000 Euro. Und um Direktor zu werden, brauchte man fünf Millionen Einheiten im Jahr, die zu je 12,50 Schilling abgegolten wurden. Das brachte ein Einkommen von 62,5 Millionen Schilling oder mehr als 4,5 Millionen Euro.

Übrigens: 1000 Schilling Veranlagung in Immofinanzpapiere brachten 1999 3,8, eine Veranlagung in ein Sparbuch 0,15 Einheiten.

Der AWD verdient auch selbst bestens: Der Bilanzgewinn von AWD Österreich betrug 2007 stolze 24,5 Millionen Euro. Die zwischen AWD Österreich und der deutschen Mutter zwischengeschaltete AWD CEE Holding mit Sitz in Österreich verdiente weitere 26 Millionen Euro.

2007 nahm AWD Österreich 137 Millionen Euro an Provisionen ein, an die Keilertruppe wurden 86 Millionen Euro an Provisionen ausbezahlt – Geld, das letztlich von Anlegern stammt.

Anscheinend hat hier ein armer Redakteur Probleme · von magmagic123 · 03.02.2010 15:51 Uhr

Anscheinend aht es hier einen armen Redakteur fast die augenübergedreht!

Lieber Herr Redakteur, ich weiß nicht ob Sie wissen, dass in der Wirtschaft und im Vertrieb solche Verdienste keine weit hergeholten und unmöglichen Zahlen sind.

Welche ausbildung braucht ein Banker um Kunden zu Beraten? Matura? sonnst "lernen beim machen"

Dieser Artikel ist eine große frechheit und zeigt mir, welche große Ahnung Sie von Wirtschaft haben!

Viel Erfolg!

 
Netter Bericht... · von unbekannt · 10.06.2009 15:58 Uhr

Komisch finde ich an diesem Bericht, dass anscheinend alle Kunden div. Finanzdienstleister falsch beraten sind...die Familie, welche sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllen konnte; der Familienvater, welcher nun auch gegen Berunfähigkeit abgesichert ist etc.

Aber stimmt, die Finanzdienstleister verdienen ja nur Millionen durch Nichtstun und sitzen nicht täglich bis zu 12h im Büro für Kundenberatungen und ja, auch für Weiterbildung.

Aber wenn man sich mal das Gesamtbild ansehen würde, dann wäre es wahrscheinlich nicht mehr so interessant zu lesen & somit für ein Nachrichtenmedium uninteressant!

Ich kann dazu nur sagen: UNTERSTE SCHUBLADE!!!

 
Selbst ist der Berater! · von meinungsmacher · 02.02.2009 13:21 Uhr

In Sachen Geldanlage verlasse ich mich lieber nicht auf die Beratung der Banken. Warum soll ich den Banken die fetten Gebühren gönnen, wenn in den wenigsten Fällen im Interesse der Kunden beraten wird? Wirksamer ist es, sich selbst über passende Anlageformen zu informieren. Investmentfonds zum Beispiel lassen sich am günstigsten über Fondsshops kaufen und verwalten. Unter www.fondsshop-vergleich.de werden alle Anbieter werbefrei miteinander verglichen. Bei den meisten dieser Anbieter gibt es Fonds mit 100 % Rabatt auf die Kaufgebühren. Das erhöht die Rendite, unabhängig von irgendwelchen Versprechungen.

 

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    an schakfeh irgendwie den wiener wahlkampf (den roten ein wenig helfen) beeinflussen ??? schon...
  • aslo doch nur boshaftiges ...
    von mausfanger, 06.09.2010 00:17 Uhr
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  • eingebildeter
    von mausfanger, 06.09.2010 00:13 Uhr
    UNDEMOKRAT !!!
  • erzähl`s deiner mama ...
    von mausfanger, 05.09.2010 23:56 Uhr
    die ist auch für dich verantwortlich !
  • Auto kein Lustobjekt???
    von oeggoe, 05.09.2010 23:54 Uhr
    Wenn man sich die designten Grauslichkeiten ansieht, die momentan angeboten werden, ist das wohl...
  • schreibst du nur ...
    von mausfanger, 05.09.2010 23:51 Uhr
    oder denkst du auch ??? nur geistig tiefer gelegt oder doch noch mensch ??? die halbe deutsche...
 
 
 
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