Zwar hat Apple zuletzt Samsung bei der Zahl der verkauften Smartphones wieder um eine Nasenlänge überholt. Während Apple 37 Millionen iPhones im vierten Quartal verkauft hat, sollen es bei Samsung laut Analysten gut 35 Millionen gewesen sein. Dennoch erstaunlich, da Samsung erst 2010 so richtig in den Smartphone-Markt eingestiegen ist, Apple aber bereits 2007.
Die Nachfrage auf dem Smartphone-Markt und vor allem nach der „Galaxy“-Serie haben Samsung einen Gewinnsprung verpasst: Der Überschuss stieg um 17 Prozent auf vier Billionen Won (2,7 Milliarden Euro), teilte der Konzern am Freitag mit. Mit 5,3 Billionen Won (3,6 Milliarden Euro) verbuchte der südkoreanische Konzern sogar den höchsten operativen Gewinn der Firmengeschichte. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 47,3 Billionen Won (32,1 Milliarden Euro) zu. Im Weihnachtsquartal wurden zudem auch Flachbildfernseher stark nachgefragt. Schwach hingegen sei der Verkauf von Computer-Speicherchips verlaufen, hieß es von Samsung.
Im Gesamtjahr 2011 ist der Reingewinn allerdings um 15 Prozent auf 13,7 Billionen Won (9,3 Milliarden Euro) zurückgegangen. Die Erlöse kletterten auf ein Allzeithoch von 165 Billionen Won (112 Milliarden Euro).
Für das laufende Jahr erwartet Samsung einen weiteren Schub bei Smartphone-Einstiegsmodellen und Tablet-PCs. Der Konzern erwartet, dass dank neuer Breitbank-Technologien (LTE) der Smartphone-Markt heuer um 30 Prozent wachsen wird.
Im erbitterten Patentstreit mit Apple musste Samsung am Freitag aber einen Rückschlag hinnehmen: Samsung hat Apple vorgeworfen, drei Mobilfunkpatente zu verletzen. Das Landgericht Mannheim gab nun aber den Amerikanern recht.
Österreicher beliefern Apple
Erst kürzlich hat der Technologiekonzern Apple seine bisher streng geheime Zulieferer-Liste veröffentlicht. Darauf finden sich auch zwei österreichische Unternehmen. Der Leiterplattenproduzent AT&S und der Halbleiterhersteller austriamicrosystems liefern Apple seit Jahren zu. Beide Firmen sind in der Steiermark ansässig. Das war’s aber auch schon wieder mit Apples Offenheit: Was genau die Firmen für iPhone, iPad und Co. liefern, dürfen diese nicht verraten.
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