Der angestrebte freiwillige Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro reduzieren. Streitpunkt sind aber nach wie vor die Zinsen für neue, langfristige Anleihen. Die Banken und andere Gläubiger wollen bisher nicht weniger als vier Prozent im Durchschnitt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und einige EU-Staaten verlangen für die neuen Anleihen dagegen einen Zinssatz von maximal 3,5 Prozent, weil sonst die Last für Griechenland immer noch zu groß wäre.
Außerdem wollen die Banken sicher sein, dass für die neuen Anleihen britisches Recht gelten soll. Damit wollen die Banken verhindern, dass Griechenland in Zukunft nicht mehr mit einer Zwangsumschuldung drohen kann.
Selbst wenn eine Absichtserklärung über einen Schuldenschnitt zustande kommt, bedeutet das aber noch keinen endgültigen Erfolg. Denn es steht noch nicht fest, wie viele Investoren sich tatsächlich daran beteiligen.
Vor diesem Hintergrund könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ins Spiel kommen, die große Mengen griechischer Anleihen gekauft hat und damit ihrerseits einer der größten Gläubiger Athens ist.
Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos ist zuversichtlich, die Verhandlungen an diesem Wochenende abschließen zu können. Das hieß es freilich schon vergangene Woche. Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ wollen sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone möglicherweise am Montagabend treffen, um über die Umschuldung Griechenlands zu beraten.
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