Mit der Fristverlängerung zur Erfüllung des Kapitalerfordernisses würden die Aufsichtsorgane das strategische Konzept der Bank würdigen, hieß es in der Aussendung der Hypo Alpe Adria. „Wir betrachten diesen Bescheid als Auftrag, unseren eingeschlagenen Kurs konsequent und zielstrebig zu verfolgen“, sagt Hypo-Chef Gottwald Kranebitter.
Der zusätzliche Eigenkapitalbedarf der Bank war Mitte 2011 noch mit 1,5 Milliarden Euro beziffert worden. Zuletzt hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Ditz von „unter 500 Millionen Euro“ gesprochen. Die Eigenmittelquote soll bis Ende 2012 auf 12,04 Prozent steigen. Per Ende Oktober betrug sie 10,54 Prozent. Die Tochterbanken in Österreich und Italien werden derzeit für den Verkauf vorbereitet.
„Wir tun alles dafür, um den Gang zum Steuerzahler vermeiden zu können“, so ein Hypo-Sprecher gestern. Durch vorgezogene Bankbeteiligungsverkäufe, Abbau fauler Kredite und Rückzug aus dem Risiko soll die Bank bald so klein zu sein, dass sie „automatisch“ jeden Kapitalbedarf erfüllt, ohne dass der Eigentümer Staat nochmals zuschießen müsse.
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