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Österreich importiert den Preisanstieg

WIEN. Es sind vor allem die deutlich gestiegenen Treibstoff- und Heizölpreise, die den Verbraucherpreisindex im Jänner auf 2,4 Prozent steigen ließen. Derzeit werde die Inflation importiert, sagen die Statistiker.

Die Inflation in Österreich erreichte im Jänner den höchsten Wert seit Oktober 2008. „Für rund die Hälfte des Anstieges sind allein die gestiegenen Treibstoffkosten und die höheren Energiekosten beim Wohnen verantwortlich“, sagte Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria, gestern bei einem Pressegespräch in Wien.

Aber auch bei den Lebensmitteln spüren die Statistiker einen Preisanstieg. „Das hat im Dezember des Vorjahres eingesetzt“, sagte Pesendorfer. Auch hier wird Inflation importiert. Nicht nur Obst und Gemüse, auch Kaffee, Tee und Kakao seien deutlich teurer geworden.

Eine Prognose, wie es mit dem Preisauftrieb weitergehen könnte, will Pesendorfer nicht abgeben. Es sei nicht Aufgabe der Statistiker, dies zu tun. Außerdem mache die „dramatische Situation“ auf den Rohstoffmärkten ohnehin jede Prognose schwierig.

Bei den Nahrungsmitteln könnte es eine Entlastung geben, sobald jahreszeitlichbedingt Importe durch österreichische Ware ersetzt würden.

Bei den Treibstoffen und bei Tabakwaren habe es zu Jahresbeginn auch noch einen „Sondereffekt“ durch die Steuererhöhungen gegeben. Dieser werde sich im Laufe des Jahres etwas abschwächen.

Preisdämpfer gab es im Jänner freilich auch. Die Handy-Gesprächsgebühren seien um 15 Prozent gesunken. Teilweise wurden auch Bekleidung (Damenblusen minus zwölf Prozent), Flachfernseher (minus sieben Prozent) und Städteflüge (minus acht Prozent) deutlich billiger.

Die Statistik Austria hat mit Jahresbeginn die Zusammensetzung ihres Warenkorbes geändert. Die Konsumgewohnheiten der Österreicher unterlägen einem ständigen Wandel, begründete dies Josef Auer, Leiter der Direktion Volkswirtschaft der Statistik Austria.

Basis für diese Änderung ist eine Konsumerhebung, die zwischen Ende April und 2009 und Anfang Mai 2010 durchgeführt wurde, und bei der 6500 Haushalte mitmachten. Daraufhin wurden nicht nur die Gewichtungen der einzelnen Warengruppen im Verbraucherpreisindex leicht geändert, mehr als 100 Waren und Dienstleistungen flogen aus dem Index bzw. wurden durch vergleichbare Produkte ersetzt. Schweinslungenbraten ist jetzt ebenso im Warenkorb wie Holzpellets, Navigationsgeräte, Gärtnerdienstleistungen oder Frühstück im Kaffeehaus.

Pellets statt Hüttenkoks

Mangelnde Nachfrage ließ Hüttenkoks, Spannteppiche, Kaffeefiltertüten oder Farbnegativfilme aus dem Index fliegen. Andere Waren wurden durch solche mit „gleichem Konsumzweck“ ersetzt. Kapsel-Kaffeemaschinen haben jene für Filterkaffee abgelöst. Bisher wurde der Warenkorb nur alle fünf Jahre verändert und neu gewichtet. Das wollen die Statistiker ab heuer jährlich tun.

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Warenkorb · von Pilatus (9487) · 01.03.2011 23:10 Uhr

Offenbar wird der "Warenkorb" so angepasst, dass eine möglichst geringe Inflationsrate herauskommt. Aber die Bürger spüren es besser ...... Treibstoffe, Heizöl, Gas + Strom haben sich enorm verteuert, ein Ende ist nicht abzusehen.
Einfache Lebensmittel wie Brot, Milch, Käse, Rindfleisch wurden enorm teurer, ohne dass den Produzenten ein ordentlicher Anteil gutgeschrieben wird, offenbar sackeln die Konzerne uns da kräftig aus.

Kommen auch noch Miet- und Betrieskostenerhöhung dazu, muss so manche Familie schauen, wie sie recht und schlecht über die Runden kommt.

Nur die Spekulanten werden immer reicher und frecher.

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Wenn man den Wahrenkorb · von observer (1406) · 01.03.2011 22:51 Uhr

jedes Jahr neu gewichtet-was sicher nicht notwendig ist - dann lässt sich umso leichter schummeln und schönfärben - gell ?

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Soll natürlich Warenkorb · von observer (1406) · 01.03.2011 23:10 Uhr

heissen, obwohl Wahrenkorb auch seinen Reiz hätte. Wollen wir doch einen Wahrenkorb und keinen Schummelkorb..

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Artikel 01. März 2011 - 00:04 Uhr
OÖ Nachrichten (hn)
Bild vergrößern Inflation in Österreich

Inflation in Österreich  Bild: Colourbox

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