So seien von einem Gesamteinkaufsvolumen von 2,97 Mrd. Euro 2007 nur Vergaben und Beschaffungen um 335,8 Millionen Euro durch den zentralen Einkauf durchgeführt worden. Bestellungen über 334,4 Millionen Euro seien von diversen ÖBB-Teilkonzernen ohne Absprache oder Information des zentralen Einkaufs erfolgt.
Knapp 2,3 Mrd. Euro wurden unter Federführung von ÖBB-Infrastruktur und ÖBB-Technische Services ausgegeben. Das sei zwar geschäftsordnungs- und satzungskonform gewesen, aber "laut RH der angestrebten Optimierung von Einkauf und Materialwirtschaft nicht wirklich zuträglich" schreibt "der Standard". 2009 fiel das Bestellvolumen des Unternehmens auf 2,54 Mrd. Euro, die Einzelbeschaffungen ohne Absprache im Konzern stiegen aber auf 412,5 Mio. Euro.
Bis zur RH-Prüfung sei das Bestellvolumen nicht analysiert worden, heißt es in dem Bericht, zu dem die ÖBB bis Mitte September ihre Stellungnahme abgeben muss. Auch konnte der zentrale Einkauf keinen Überblick über die Einkäufe diverser ÖBB-Töchter haben, da in der konzernweit eingesetzten SAP-Software weniger als ein Drittel aller Buchungskreise der Einzelgesellschaften erfasst waren. Teilweise musste das Controlling Meldungen händisch nachbuchen. Der neue ÖBB-Holding-Chef Christian Kern bittet um Geduld, die Optimierung und Bündelung sei in Arbeit.
Auch gebe es im Konzern keine unabhängige Anti-Korruptions-Stelle, es seien nicht alle Teilkonzerne dem "inhaltlich unbestimmten" und mit "weit gefassten Ausnahmen" ausgestatteten Code of Conduct unterworfen. Im Gegenteil, RCA und Infrastruktur erarbeiten eigene Richtlinien, schreibt die Zeitung.
Verständlich.
Das Provisionssystem der einzelnen Einkaufsleiter ist in Gefahr.
Wie soll man sonst zu Autos, Uhren, Urlaube, Weine kommen, mit dem mickrigen Gehalt!
EGDUV!!!
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