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Die Zahl der Baubewilligungen sinkt jährlich um mehr als 1000 Einheiten

WIEN. Die Wohnbaubewilligungen sind in Österreich seit 2007 stark rückläufig. Diese Entwicklung werde sich bis mindestens 2011 fortsetzen, so das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einer Studie.

2011 sei mit insgesamt 37.400 Baubewilligungen zu rechnen, geht aus der Untersuchung hervor. Im Jahr 2008 hatte es einen massiven Rückgang um neun Prozent auf 41.000 Baubewilligungen gegeben. Derzeit mache der Rückgang zwei bis vier Prozent jährlich aus, so die Wirtschaftsforscher.

Für heuer wird mit insgesamt 38.900 Wohnbaubewilligungen gerechnet. Davon entfällt mit rund 14.000 knapp ein Drittel auf Ein- und Zweifamilienhäuser. 18.700 Wohnungen in Mehrgeschoßbauten werden bewilligt. Rund 6000 Fälle betreffen An-, Um-, Zubauten und sonstige Wohneinheiten.

Besser als Europa

Trotz des rückläufigen Trends liegen die Baubewilligungen pro Kopf in Österreich weiter über dem Durchschnitt der 19 Länder der Euroconstruct-Forschungsgruppe. Laut Wifo ist das ein Beweis für die Stabilität des österreichischen Wohnbaus.

Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig. Die Wohnbauinvestitionen haben sich durch die rückläufige Entwicklung im Wohnungsneubau verringert. Dieser Trend dürfte bis 2011 wegen der schleppenden Konjunkturerholung ähnlich weitergehen. Hinzu kommt der Druck zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte.

Beeinflusst wird die Zahl der Baubewilligungen laut Wifo auch von der Höhe und Struktur der Zuwanderung, der Vorliebe für Immobilien als Anlageform und Änderungen in der Art der Immobilienfinanzierung.

Ruf nach Zweckwidmung

Als alarmierend bezeichnet der Innungsmeister der Bundesinnung Bau, Hans-Werner Frömmel, die aktuellen Zahlen. „Der seit Jahren anhaltende Rückgang von Baubewilligungen wird zur Wohnungsnot führen“, sagt Frömmel. Es sei notwendig, die bedarfsorientierte Zweckbindung der Wohnbauförderungsmittel wieder einzuführen. Frömmel fordert außerdem steuerliche Anreize für die Bevölkerung.

Trotz der Notwendigkeit, das Budget zu sanieren, wären die Auswirkungen eines weiteren Rückgangs der Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsneubau katastrophal“, sagt Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie. „Die Wohnbauförderung muss über den derzeit laufenden Finanzausgleich hinaus sichergestellt werden“, sagt Heinrichs Stellvertreter, Bernd Wolschner.

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 04. September 2010 - 00:04 Uhr
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Es werden immer weniger Baukräne gebraucht.  Bild: Wodicka

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