OÖN: Wie haben Sie die ersten Wochen in Ihrer neuen Rolle erlebt?
Trionow: Die sind trotz des traurigen Anlasses sehr positiv verlaufen. Das Management-Team ist eingespielt, wir genießen ein hohes Maß an Vertrauen seitens der Eigentümer.
OÖN: Nach vielen Jahren haben Sie in Österreich im abgelaufenen Halbjahr bei stark steigendem Umsatz erstmals einen Gewinn geschrieben. Fällt „3“ der Kampf als David gegen die Telekomkonzernen jetzt plötzlich leichter?
Trionow: Ja, weil uns die großen Trends in die Hände spielen. Das, worauf wir schon immer gesetzt haben, Smartphones und mobiles Breitband-Internet, findet jetzt breitere Käuferschichten. Konsumenten wollen Touchphones haben. 40 Prozent der Handys bei uns werden 2011 Smartphones sein. Und wir werden weiter wie kein anderer in Österreich für die Entwicklung des Wettbewerbs sorgen.
OÖN: Warum sind Smartphones so gefragt?
Trionow: Die Treiber sind die Social-Media-Nutzer (Facebook etc.), die jedes Monat um 25 Prozent zunehmen. Die Menschen laden Fotos hoch, geben ihre Befindlichkeiten bekannt und sagen, wo sie gerade sind. Wir begegnen dem auch mit innovativen Diensten wie Gratisfernsehen auf dem Handy und einer mobilen Videothek, wo man ab 99 Cent Filme für PC/Handy herunterladen kann oder innovativen Tarifen wie mit der Partnercard für drei Euro für Zweitgeräte.
OÖN: Ihre Ziele?
Trionow: Ich werde den Kurs von Berthold Thoma fortsetzen, aber eigene Akzente setzen. Starkes Umsatz- und Kundenwachstum ist mein Ziel, plus 20 Prozent sollen es sein. Wir haben in den letzten neun Monaten 112 neue Mitarbeiter aufgenommen (plus 24 Prozent) und werden heuer noch 15 neue Shops eröffnen.
OÖN: Waren die jüngsten schwarzen Zahlen ein einmaliger Ausreißer?
Trionow: Nein, wir werden weiterhin Gewinn schreiben, das Ziel ist, profitabel zu bleiben. Da hilft, dass wir in Österreich der drittgrößte Internetprovider (nach Telekom Austria und UPC) und bei mobilem Internet Marktführer sind.
OÖN: Sie dürfen auf Grund der Exklusivitätsbestimmung von Apple den Kassenschlager iPhone derzeit nicht vertreiben. Wann werden Sie es haben?
Trionow: Dazu kann und darf ich nichts sagen. Wir streben jedenfalls an, es zu bekommen. Mit dem iPhone würden wir noch besser dastehen. Immerhin haben wir 10.000 iPhones in unserem Netz. Der Markt für offene (netzbetreiberunabhängige) Geräte ist gewachsen.
OÖN: Welcher Handy-Typ wird sich durchsetzen: iPhone, Android-Handys, Windows?
Trionow: Es wird in den nächsten Jahren keinen großen Sieger geben. Microsoft ist im Business-Bereich weiterhin sehr stark. Windows Mobile würde ich nicht abschreiben – zu Weihnachten werden die ersten Geräte mit Windows Mobile 7 kommen, die sehr gut sind im Entertainment-Bereich.
OÖN: Wie beurteilen Sie die von der EU beschlossene Vorratsdatenspeicherung, nach der alle Handykontakte sechs Monate gespeichert werden müssen?
Trionow: In der Praxis herrscht hier noch ein gehöriges Maß an Unsicherheit. Mir scheint die neue Regelung über das Ziel geschossen, in Datenschutz-Fragen muss man sehr vorsichtig agieren. Teils ist noch offen, wer die Kosten dafür trägt. Für uns ist das nicht im Budgetplan drin.
DREI macht Smartphone-Terror und kommt Kunden, die nicht auf ein Superphone wechseln wollen, keinen Millimeter entgegen.
Wenn man daraufhin seinen Vertrag kündigt wird man telefonisch zu überreden versucht. Auch da gibts kein Entgegenkommen von DREI.
"Unbegrenzt surfen" heißt beim Superphontarif
5 Gigabyte mit bescheidener "3" Geschwindigkeit und dann auf 128kbit gedrosselt (= Stillstand).
Bei DREI RELOAD "Sag alles, zahl nichts?" muß man natürlich jährlich aufladen.
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