91 Prozent der Pensionen in Österreich kommen vom Staat, fünf Prozent aus der Eigenvorsorge und nur vier Prozent aus Betriebspensionen (Pensionskassen). In anderen europäischen Ländern haben Letztere viel mehr Gewicht. Einen „nationalen Schulterschluss“ fordert Andreas Zakostelsky.
In zehn Jahren sollten zumindest 80 Prozent der Arbeitnehmer im System der Pensionskassen sein (derzeit 20 Prozent), sagt er: „Wenn gesagt wird, die staatlichen Pensionen seien sicher, bleibt die Frage, in welcher Höhe und was dafür aufgegeben werden muss.“
EU-weit würden heuer erstmals mehr Personen in Pension gehen als Junge in den Arbeitsprozess eintreten. Die kapitalmarktgedeckte Altersvorsorge gehöre ausgebaut. Es gehe auch um die Erhaltung der Kaufkraft der Pensionisten und die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.
Derzeit haben 2843 Firmen einen Vertrag mit einer Pensionskasse und zahlen für ihre Mitarbeiter ein. 750.000 Personen sind im System (plus 200.000), davon bekommen 69.000 bereits eine Pension. Den starken Anstieg im Jahr 2009 erklärt Zakostelsky mit Gebietskörperschaften, die nun einzahlen würden.
Die Pensionskassen haben auf die Finanzkrise reagiert und den Aktienanteil bei der Veranlagung von 40 auf rund 30 Prozent gesenkt. In das Risikomanagement wurde investiert, Absicherungsgeschäfte mit Derivaten haben zugenommen. „Und wir wollen die Leute besser informieren“, sagt Zakostelsky.
Seit eineinhalb Jahren gibt es eine Arbeitsgruppe zur Reform der Pensionskassen. Sie wurde nach den massiven Verlusten 2008 und Pensionskürzungen 2009 von der Politik eingerichtet. „Die Gespräche laufen gut“, sagt Zakostelsky.
Wie berichtet, kommt von Arbeitnehmer- und Pensionistenvertretern oft Kritik an den Pensionskassen. Die Veranlagungserfolge würden verschleiern, dass es eigentlich zu Pensionskürzungen komme. Das liege an den unrealistisch hoch prognostizierten Renditen von 6,5 Prozent in alten Verträgen, so die Pensionskassen.
Vorschläge für Reformen gibt es viele – von einer Garantiepension über Sicherungsfonds bis zum Lebensphasenmodell. (az)
Diese Produkte die hier feil geboten werden, sind kompletter Schwachsinn.
Die einzigen die damit etwas verdienen sind die Pensionskassen, damit sie sich ihre Pfründe und fetten Pensionen auch leisten können.
Ich sage: Leute, die sich diese Art von "Vorsorge" nicht leisten können - "Seid nicht traurig - ist eh der reinste Schrott"
Leute, die sich die Art von "Vorsorge" leisten könnten - Händer weiiiiit weg !
Nie und nimmer.
Und den "Veranlagungserfolg" von 2,4% kann sich Hr. Zakostelsky bitte einreiben.
haben mich einige Herren aus der Versicherungswirtschaft belächelt, als ich genau auf die Risiken hingewiesen habe, die jetzt schlagend geworden sind. "Die Jungen können die Pensionen der Alten nicht mehr zahlen." Das stimmt, wenn wir keine Beschäftigung schaffen und es nicht gelingt auch ältere Personen im Erwerbsleben weiter zu beschäftigen. Aber!: Auch die mit Chancen und vielmehr Risiken behaftete kapitalmarktfinanzierte Pension (bei der natürlich die Versicherer kräftig mitverdienen, weil sie einen Teil der Einzahlungen als Gewinne verbuchen - was natürlich deren Recht ist), entlastet "die Jungen" nicht. Die Erträge (also die auszuzahlenden Pensionen) müssen von denen, die im Erwerbsleben stehen nämlich auch in der Zukunft laufend erarbeitet werden. Das Geld fällt nicht vom Himmel. Ohne Schweiß und Druck, wird der Kapitalmarkt keine zu verteilenden Erträgnisse erwirtschaften und das wird dann halt ebenfalls Druck auf die Jungen erzeugen.
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