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2011 gibt es weniger Geld für AMS-Kurse

LINZ. Bis zu zehn Prozent weniger wird das Arbeitsmarktservice (AMS) Oberösterreich 2011 für Kurse und Umschulungen ausgeben können. Das sagt die neue Landesgeschäftsführerin Birgit Gerstorfer. Sie antwortet auch auf Kritik zu sinnlosen Kursen.

OÖN: Sie haben am 1. August offiziell die Nachfolge von Roman Obrovski angetreten. Was wird unter Ihnen anders?

Gerstorfer: Wir müssen uns auf die Kernprozesse konzentrieren. Das ist die Vermittlung von Arbeitsuchenden. Die Vermittlungsvorschläge sollen möglichst passgenau sein. Es ist für Betriebe und Arbeitslose unzufriedenstellend, wenn das nicht passt. Diese Dinge gilt es zu festigen. Die Vermittlung wird wieder nach oben rücken.

OÖN: Also wieder vermitteln vor fördern und umschulen. Das ist wohl auch eine Folge der engeren Finanzlage?

Gerstorfer: 2009 war das Fördermanagement sehr üppig dotiert. Üppiger als jetzt. Wir werden 2011 wieder reduzieren, und damit im Herbst beginnen, weil wir sonst das Budget des Folgejahres belasten.

OÖN: Wie stark wird das Kursbudget gekürzt?

Gerstorfer: Die Kürzungen werden sich zwischen sieben und zehn Prozent bewegen. Für Firmen wird es weniger Eingliederungsbeihilfe geben. Die Kosten pro Förderfall müssen runter.

OÖN: Jeder fünfte Arbeitslose in Oberösterreich ist unter 25. Das ist bundesweit der höchste Anteil. Was gedenken Sie dagegen zu unternehmen?

Gerstorfer: Der junge qualifizierte Mensch ist genauso zu vermitteln wie jemand im Haupterwerbsalter. Nicht so einfach ist es, wo es keine Ausbildungen gibt. Das beginnt bei den Schulabgängern, wo wir die Jugendlichen motivieren, möglichst von der Ausbildungsgarantie Gebrauch zu machen. Da gibt es auch das klare Bekenntnis bis 2015, die Zahl derjenigen, die ohne Berufsausbildung bleiben, auf zehn Prozent zu reduzieren.

OÖN: Das ist ein Langfristziel. Das Problem waren doch Kurzausbildungen in der Vergangenheit, die nicht zu einem Abschluss geführt haben. Diese Jungen bleiben Dauerkundschaften des AMS.

Gerstorfer: Wer ohne Berufsausbildung bleibt, hat ein höheres Betroffenheitsrisiko, arbeitslos zu werden. Es anders zu formulieren, wäre verwegen.

OÖN: Immer wieder kehrt die Kritik, die AMS-Kurse zum Bewerbungstraining seien eine sinnlose Aktion, um die Schulungsteilnehmer aus der Arbeitslosenstatistik zu bekommen.

Gerstorfer: Das kann aus der individuellen Sicht durchaus so empfunden werden. Zu mir kommen auch welche, die vor Beginn einer Kursmaßnahme diese als unnötig bewerten und danach sagen, er hätte schon etwas gebracht. Die Bearbeitung des Arbeitsmarktes ist nicht mehr so einfach. Bewerbung ist Arbeit. Da muss man jeden Tag schauen, welche neuen Angebote es gibt. Wie kann ich Kontakt halten oder zu Wunscharbeitgebern in Kontakt kommen? Das kostet Zeit, Geld und Kraft. Da ist es gut, wenn man Unterstützung hat. Und die Arbeitsaufnahmequoten nach Kursen geben uns Recht. Sie liegen bei 60 Prozent. Und für Menschen, die ein hohes Selbsthilfepotenzial haben, haben wir ein neues e-AMS-Konto. (Details siehe nebenstehender Kasten, Anm.)

OÖN: Die oberösterreichische Wirtschaft kritisiert regelmäßig die angeblich zu laschen Zumutbarkeitsbestimmungen. Ihre Ansicht dazu?

Gerstorfer: Vor fünf Jahren wurden diese verschärft und vor allem für unsere Betreuer verkompliziert. Das Problem bei einer Vermittlung in einfachere Tätigkeiten ist, dass die Arbeitgeber die Kandidaten dann wegen Überqualifizierung ablehnen. Mein bester Betreuer ist nicht derjenige, der möglichst viele Sperren des Arbeitslosengeldes verhängt, sondern derjenige, der in der Lage ist, dem Arbeitslosen seine realistischen Jobchancen zu vermitteln. Das gelingt uns ja in vielen Fällen.

OÖN: Auch kritisiert die Wirtschaft, dass die Vermittlung an den Bundeslandgrenzen endet.

Gerstorfer: Diese Kritik muss man sich bis zu einem bestimmten Grad gefallen lassen: Wir agieren gerade in die Gegenrichtung und schaffen intern ein neues Bewusstsein.

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das kann doch wohl nicht ... · von mausfanger (14807) · 09.08.2010 19:07 Uhr

so schwer sein, effektive kurse anzubieten ?

würde da mal den großen - sehr gut verdienenden - anbietern ordentlich auf die finger klopfen und bei unregelmässigkeiten konsequent die verträge kündigen ...

außer stellensuche im internet gibt es da gar nicht viel "herumzusurfen" ? ...

jeder halbwegs begabte edv-ler kann mißbrauch recht einfach unterbinden ...
wenn auch gewollt ???

eigentlich sind das richtig arme würstel, die gut gemeinte angebote derart torpedieren ...
gemeint sind die kursteilnhmer wie die kursanbieter !

vielleicht wäre eine ganz anderer ansatz richtiger ... zielführender:

welcher bedarf besteht tatsächlich am arbeitsmarkt ?

was kann der einzelne - geistig wie körperlich - tatsächlich leisten ?

wo sind die grundsätzlichen fachlichen aber auch persönlichen (wichtig!) mängel ?

wie kommen die wirklich mangelhaft ausgebildeten menschen zu einer - wenn auch nur auf ein ganz spezielles gebiet konzentriert - bauchbaren ausbildung ?

lernwerkstätten, trainig, usw.

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2
2011 gibt es weniger Geld für AMS-Kurse??? · von oeggoe (7108) · 09.08.2010 15:58 Uhr

Ist OK so.

Solange Arbeitslose bei Umschulungen in PC-Kursen ohne Aufsicht stundenlang Pornoseiten im Internet angucken können, würd ich die AMS-Kurse völlig streichen!!!

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..hast leicht selber mitgeguckt, weilst es · von oneo (6092) · 09.08.2010 16:05 Uhr

so genau weißt? LOL

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Artikel 09. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Sigrid Brandstätter
Bild vergrößern 2011 gibt es weniger Geld für AMS-Kurse

Die 46-jährige Alkovnerin ist beim AMS über 20 Jahre von der Teilzeitsekretärin zur Landeschefin aufgestiegen.  Bild: Weihbold

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