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Elektronik-Branche hat Tal der Tränen hinter sich

LINZ. Die steigende Nachfrage nach Fernsehern, Computern und Handys sowie Elektronikbauteilen der Autoindustrie beschert den Elektronikkonzernen wieder volle Auftragsbücher.

Wegen des weltweiten Konjunktureinbruchs fuhren Chiphersteller und die Elektronik-Branche ihre Kapazitäten teils drastisch und verlustreich zurück. Jetzt spüren sie weltweit wieder eine robuste Nachfrage nach Chips, Computern und Elektrogeräten.

So hat der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics im zweiten Quartal in Folge einen Rekordgewinn erzielt. Der Überschuss stieg im zweiten Quartal 2010 im Jahresvergleich um 83 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 17 Prozent zu. Samsung ist der weltgrößte Produzent von Speicherchips, LCD-Flachbildschirm-Fernsehern sowie die Nummer zwei des Handy-Marktes.

HTI: Werk bleibt doch

Auch in Österreich sind die Auswirkungen der erhöhten Nachfrage zu spüren: Das burgenländische HTP-Electronics-Werk mit rund 80 Arbeitsplätzen in Neudörfl wird vom Mutterunternehmen, dem börsenotierten oberösterreichischen Autozulieferer HTI, doch nicht geschlossen.

Wegen der Verbesserung des Marktumfeldes in der Automotive- und Elektronik-Industrie sei HTI zu dem Ergebnis gekommen, dass eine profitable Weiterführung des Produktionsstandortes Neudörfl für die kommenden Jahre möglich und sinnvoll sei. Im Frühjahr hatte HTI geplant, Neudörfl zu schließen und die Produktion in die Steiermark sowie nach Vràble in der Slowakei zu verlagern.

Auch die Flaggschiffe der japanischen Unterhaltungselektronik sind wieder auf Gewinnkurs: Die starke Nachfrage nach Flachbildschirm-Fernsehern und Spielkonsolen bescherte Sony im Frühjahrsquartal schwarze Zahlen. Die Konkurrenten Panasonic und Sharp hatten ebenfalls ein Plus vor den diese Woche präsentierten Quartalsergebnissen stehen. Panasonic rüstet sich zudem mit milliardenschweren Zukäufen in Energie- und Umwelttechnologie für die Zukunft.

Wie der US-Chipriese Intel und der Rivale Texas Instruments kann sich der – offenbar sanierte – Chiphersteller Infineon, der auch in Österreich produziert und forscht, vor Aufträgen derzeit kaum retten. Die Produktion platzt aus allen Nähten, vor allem das Geschäft mit Chips für Handys von Nokia und dem iPhone-Hersteller Apple brummt wie nie zuvor.

Im dritten Geschäftsquartal steigerte Infineon den Überschuss verglichen mit dem Vorquartal um fast 60 Prozent auf 126 Millionen Euro. (uru)

Kommentare
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Artikel 31. Juli 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Elektronik-Branche hat Tal der Tränen hinter sich

Samsung legte zu.  Bild: EPA

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